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Zum Sonntag
"Angst essen Seele auf"

Xanten. Im Jahr 1974 drehte Rainer Werner Fassbinder den Film "Angst essen Seele auf". Damals zeichnete er ein Bild von einem Paar wie es auch heute noch hochaktuell ist. Leider!

Die Seele muss nicht gleich vor lauter Angst aufgefressen werden, aber Angstgefühle können sehr zermürbend und zerstörerisch sein. Meine Mutter hat früher zu mir gesagt: "Angst ist ein Mangel an Gottvertrauen." Aber ich weiß, auch sie hatte häufig Angst. Angst, Furcht aber auch großes Gottvertrauen sind mehrfach in der Bibel zu finden. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe (1. Johannes 4,18). Der Schlüssel, die Angst zu überwinden, ist also das totale und völlige Vertrauen in Gott. Gott zu vertrauen, ist die Ablehnung, der Angst nachzugeben. Angst zu haben, so empfinde ich es, ist eine Art Schutzschild. Sie ist nur allzu menschlich. Wir haben vor so vielem Angst. Vor schlimmer Krankheit, dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem Zusammenbruch der Ehe unserer Kinder oder der eigenen. Oder auch vor einem Zuviel an Flüchtlingen. Aber wer Gott vertraut und die Menschen liebt wie sich selbst, der wird sich niemals vor einem Zuviel an Flüchtlingen fürchten. Christus sagt: "Fürchtet euch nicht, ich bin bei euch alle Tage." Denn vor wem oder was sollte ich mich fürchten, wenn ich weiß, dass Gott mich liebt.

Angst, so sagt man, ist ein schlechter Ratgeber. Und wenn sie uns dann doch wieder überkommt, was sicher immer mal wieder vorkommen wird, dann sollten wir vor Augen haben, dass Christus uns liebt und er alle Tage bei uns ist und sein wird.

AUTOR WOLFGANG SOMMER GEHÖRT ZUM VORSTAND DER KAB OSSENBERG UND DES VEREINS ZUM ERHALT DER OSSENBERGER SCHLOSSKAPELLE.

Quelle: RP
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