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Xanten
Ansturm auf Basar im Kloster Mörmter

Xanten: Ansturm auf Basar im Kloster Mörmter
Gefragte Engel: FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Xanten. Die Artikel der Frauengruppe und der jungen Männer auf dem Hof der Hoffnung waren wieder einmal heiß begehrt. Von Kai Homeier

Es war wieder einmal gar nicht leicht, einen geeigneten Parkplatz am Kloster Mörmter zu bekommen. Wenn dort der Basar ansteht, ist der Ansturm gewiss und die Räumlichkeiten schnell am Rande der Kapazitäten. Auch am Wochenende bescherten die Frauen der Basargruppe Mörmter und die Fazenda da Esperança im ehemaligen Kloster zwei Tage voller vorweihnachtlicher Stimmung.

Der Erlös in diesem Jahr kommt zu zwei Dritteln dem Attat-Hospital in Äthiopien zugute. Die Sonsbecker Schwester Rita Schiffer arbeitet dort als ärztliche Leiterin und Gynäkologin. Ein Drittel des Erlöses geht an den Hof der Hoffnung.

Wie zu erwarten war, wurden viele Artikel bereits am Samstag kurz nach der Eröffnung des Basars verkauft. Ohnehin lohnte selbst der weiteste Weg: Alle Artikel waren in liebevoller Handarbeit und mit handwerklichem Geschick hergestellt. Zum Beispiel Dekorationsartikel und Gestecke, die es in dieser Qualität wohl sonst selten zu kaufen gibt. Oder Strickwaren: Die waren bereits nach relativ kurzer Zeit vergriffen. Es gab sogar Besucher, die für kommende Besuche vorbestellen - beim Basar-Team ist das kein Problem.

Vor allem auch die Vielfalt der Köstlichkeiten ist erwähnenswert, die Auswahl an leckeren Kuchen die von den Frauen gebacken worden war, war riesig. Plätzchen, Brot, Konfitüren, Honig und andere Delikatessen fanden reißenden Absatz. In den Fluren herrschte stets reger Betrieb, und an den Tischen ließen es sich die Gäste - emsig bewirtet von den Gastgebern - schmecken.

Die Kommunikation kam ebenfalls nicht zu kurz. Viele nutzen die Zeit zum Klönen und Treffen. Die Bewohner der Fazenda halfen ebenfalls tatkräftig mit und stellen in der Küche unter anderem eine Mannschaft zum Spülen bereit. Am Sonntagmittag wurde eine kräftige niederrheinische Rindfleischsuppe gereicht. Interessierte konnten sich einer Hof-Führung anschließen. Die Fazenda nutze die Tage auch, um sich und ihre Arbeit mit ehemals drogenabhängigen jungen Männern vorzustellen, die mit Arbeit und Gebeten wieder ins normale Leben zurückgeführt werden.

Am Sonntag wurde der Basar mit einem Gottesdienst mit der Chorgemeinschaft Lüttingen unter Leitung von Paul Rammler eröffnet. Und auch am zweiten Tag konnten sich das Basar-Team und die Fazenda wieder über großen Zustrom erfreuen. "Am Ende müssen wir wieder nichts einpacken, weil alles verkauft wurde", waren sich die Frauen sicher. Dieses Jahr konnte eine große gestiftete Krippe mit Figuren aus Kevelaer ersteigert werden - ebenfalls für die guten Zwecke.

Quelle: RP
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