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Xanten
Ausstellung im Rathaus: Hein Driessens Niederrhein

Xanten. Besucher, die sich schon vor dem Beginn der Vernissage im Xantener Rathaus ein Bild von der Hein-Driessen-Ausstellung "Der Niederrhein" machen wollten, waren nicht nur beeindruckt von der Vielfältigkeit der Motive, sondern sie waren vor allem fasziniert von der Ausstrahlungskraft der niederrheinischen Bilder. Man fühlt sich bei Driessens Werk erinnert an Hanns Dieter Hüschs Worte "Überall ist Niederrhein".

Den musikalischen Auftakt der Vernissage machte die zehnjährige Flötistin Emilia Wiedemann mit einem Allegro von Händel. Begleitet wurde sie von Dr. Thomas Brezinka, dem Leiter der Dom Musikschule. Bürgermeister Thomas Görtz hob in seiner Begrüßung die besondere Verbindung des Künstlers zu Xanten hervor. Denn hier am Markt präsentierte er vor 60 Jahren als junger Kunststudent sein erstes Kunstwerk der Öffentlichkeit, "Siegfrieds Ermordung". In guter Erinnerung sei auch noch, dass Hein Driessen später durch Jahre in einem Turm am Westwall ein Atelier unterhalten hatte. Für Xanten sei es nun eine besondere Freude, dass dieser allseits anerkannte Künstler an so exponierter Stelle im Rathaus sein künstlerisches Schaffen präsentiere.

Ein alter Schulfreund des Künstlers, Altbürgermeister Alfred Melters, stellte in seiner Laudatio das umfangreiche künstlerische Schaffen Driessens vor. Dabei wies er besonders auf den Schaffensgrund des Künstlers hin: ausgeprägte Sensibilität für Mensch und Natur am Niederrhein und eine schier unendlich scheinende Kreativität, die sich in einer Fülle von Darstellungsweisen zur künstlerischen Gestalt formten.

Es sei deshalb auch kein Wunder, so Melters, dass Hein Driessen und Hanns Dieter Hüsch, zwei seelenverwandte Niederrheiner, zu fruchtbarer künstlerischer Zusammenarbeit fanden. Ihr gemeinsames Werk machte sie zu besonderen Botschaftern des Niederrheins. Alfred Melters schloss seine Laudatio mit einem Hüsch-Zitat, in dem der Urgrund der Gemeinsamkeiten aufleuchtet:

"Der Niederrhein steigt mir in die Nase - und bringt mich um den Schlaf. - Und immer von neuem kommen Lieder - und Träume - die Erinnerung - und die Fantasie."

(mel)
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