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Xanten
Bäume und Infoplakate für den Kurpark

Xanten: Bäume und Infoplakate für den Kurpark
Seit Anfang Mai wird in den Wallanlagen gearbeitet. Doch was passiert dort eigentlich? Das sollen die neuen Baustellenplakate (Foto unten), die seit gestern gegenüber der Skateranlage und an der Orkstraße angebracht sind, verdeutlichen. FOTO: reichwein/Lörcks
Xanten. Bürgermeister Thomas Görtz möchte die Xantener beim Millionenprojekt "Kurpark in den Wallanlagen" mitnehmen. Dazu gibt es jetzt eine Beschilderung, ab Juli soll es Baustellenführungen geben. Ersatzbäume sollen gepflanzt werden. Von Julia Lörcks

Es sollte ein sensationeller Startschuss für Xantens Millionenprojekt werden. Am Ende wurde es ein lautstarker Protest, bei dem der offizielle Spatenstich in den Hintergrund rückte. "Das war auch für mich ein schwarzer Tag", sagt Bürgermeister Thomas Görtz (CDU). Um die Bürger fortan beim Kurpark in den Wallanlagen mitzunehmen, hat er Maßnahmen initiiert.

FOTO: Julia Lörcks

1. Bürger informieren: Noch sieht es irgendwie so aus, als hätte ein großer Maulwurf am Süd- und Ostwall gewütet. Tatsächlich ist es die Firma Knappmann, die seit Anfang Mai im sogenannten ersten Bauabschnitt arbeitet. Dabei handelt es sich um den zukünftigen Bibelgarten an der Engelbert-Humperdinck-Straße im Südwall und um das Areal von der Orkstraße bis zur Mitte des Ostwalls, wo neue Wege und ein Spielplatz errichtet werden. Um das auch den Bürgern zu verdeutlichen, hängen seit gestern Morgen Baustellenplakate - gegenüber der Skateranlage (Mitte Ostwall) sowie an der Orkstraße. Sie zeigen den Bürgern wer was, wo baut. Und dabei soll es nicht bleiben. "Ab Juli soll es auch öffentliche Baustellenführungen geben", sagt Görtz.

2. Sachstand erläutern: Auch die Politik soll informiert werden. So wird im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt, der am Dienstag, 27. Juni, 17 Uhr, im Rathaus tagt, der aktuelle Sachstand vorgestellt. Demnach gibt es Probleme mit dem Unterbau der Wege. Und das, obwohl vorab ein Baugrundgutachten eingeholt wurde. "Wir haben bei den ersten Bauarbeiten jedoch Linsen mit organischem Material gefunden", sagt Niklas Franke, Technischer Dezernent. Diese stammen vermutlich aus den 70er Jahren, als die Gräben verfüllt wurden. Da die Wege im Kurpark zukünftig nicht nur Spaziergänger, sondern auch Baufahrzeuge tragen sollen, muss nun schichtweise der Unterbau erneuert werden. Das kostet. "In diesem Zusammenhang haben wir bei der Bezirksregierung ein Mehrkostenantrag in Höhe von etwa 400.000 Euro eingereicht", sagt Franke. Dieses Geld kann, muss aber nicht ausgegeben werden. So konnten durch Umplanungen bereits Kosten eingespart werden. Die neue, abgespeckte Version sieht nun unter anderem keinen farbigen Asphalt mehr vor, das Gradierwerk wird kleiner und die Toilettenanlage erhält keinen Wasseranschluss mehr. Zudem sollen die Wege um 20 Zentimeter angehoben werden. "Dadurch entstehen derzeit nur Mehrkosten in Höhe von etwa 60.000 Euro, die wiederum durch Ersparnisse bei den Ausschreibungen aufgefangen werden können", sagt Franke. Die Gesamtkosten werden derzeit auf 5,4 Millionen Euro geschätzt.

3. Bäume pflanzen: Wenn Bäume gefällt werden, ist der Protest nicht weit. So geschehen im Kurpark. Aus diesem Grund sollen dort nun neue Bäume gepflanzt werden. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt vor. Laut Baumschutzsatzung müssen insgesamt 75 Ersatzbäume gepflanzt werden. Die Stadt Xanten sieht vor, 78 neue Bäume zu pflanzen. Manko: Nicht alle finden Platz im Kurpark. Denn dieser soll sich als Parkanlage mit unterschiedlichen Freiraumqualitäten darstellen. Die Stadt schlägt also vor, 38 neue Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 20 Zentimetern im Kurpark zu pflanzen. Die weiteren 40 Baumpflanzungen sind am Alleenradweg vorgesehen.

Quelle: RP
 
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