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Sonsbeck
Bauhof hätte gern mehr Leute, um alles zu schaffen

Sonsbeck. Es wurde ziemlich eng im Feuerwehrgerätehaus: Großes Stühlerücken war angesagt, bevor Jürgen Kühne die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses eröffnen konnte. Grund: Mit dem Pfarrer Günter Hoebertz von St. Maria Magdalena, Helmut Schwerdtfeger, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde, Dr. Wolfgang Ebert, Kunsthistoriker und Mitglied im Bauausschuss der evangelischen Kirche, waren Vertreter beider Sonsbecker Kirchen geladen, die die Baumaßnahmen an der evangelischen Kirche und die Pläne fürs neue Pfarrheim neben der katholischen Kirche vorstellten (die RP berichtete ausführlich). Von Heidrun Jasper

Außerdem waren Martin Grunenberg (Fachbereich Bauen und Planen), Bastian Stratmann (Leiter des gemeindlichen Bauhofes) und sein Mitarbeiter Gregor Daniels zu Gast, um dem Ausschuss darzulegen, was der Bauhof so alles leistet. 14 Mitarbeiter, allesamt männlich, zwölf von ihnen Vollzeit, zwei in Teilzeit mit jeweils 19,5 Wochenstunden: Das hört sich erst einmal viel an. Ist es aber nicht, sagt Bastian Stratmann: "Ich brauch' noch mindestens zwei Leute dabei, sonst kriegen wir den Rückstau nie aufgearbeitet."

Über mangelnde Arbeit können sich der Bauhof-Leiter, die vier Straßenwärter, vier Gärtner, zwei Maschinenführer, ein Maurer, ein Schlosser und ein Elektriker nicht beklagen. Das Straßen- und Wegenetz muss unterhalten, die Grünflächen gepflegt werden, Winterdienste und Straßenreinigungsarbeiten fallen an - unter anderem müssen jede Woche die 200 Papierkörbe im Gemeindegebiet geleert werden.

Apropos Müll: Vandalismus ist auch in Sonsbeck ein Thema. "Jede Woche rücken wir mindestens fünf bis acht Mal raus, um wilden Müll zu beseitigen", so Bastian Stratmann. Altöl, Bremsflüssigkeit, ausrangierte Türen würden einfach wild entsorgt, Rasenschnitt über den Zaun auf gemeindliches Gelände gekippt.

Die Pumpstationen müssen jede Woche kontrolliert und alle halbe Jahr gereinigt werden - manchmal auch öfter: Gregor Daniels machte in der Sitzung seinem Ärger Luft, dass Dinge ins WC geworfen werden und damit ins Abwassersystem gelangen, die da absolut nicht hinein gehören. Wenn er und seine Mitarbeiter nachts rausgeklingelt werden, weil die Pumpen mal wieder dicht sind, sind das keine lustigen Einsätze: "Es macht keinen Spaß, brusttief im Wasser zu stehen und einem die Fäkalien um die Ohren fließen."

Freizeitanlagen und Friedhöfe müssen in Schuss gehalten werden, auf dem Bauhof Fahrzeuge instandgesetzt, Schlosserarbeiten gemacht werden. In und an den Asylunterkünften fallen Arbeiten an, bei öffentlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel beim Brunnenfest müssen Absperrungen auf- und abgebaut, Umleitungen ausgeschildert werden. Dann gibt es noch die Schlaglöcher, defekte Straßenlaternen und vieles mehr, auf die Bürger über den übrigens sehr rege genutzten Mängelmelder auf der Internetseite der Gemeinde hinweisen.

Quelle: RP
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