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Xanten
BBX strebt 2020 ein drittes Ratsmandat an

Xanten. Seit der Gründung vor sechs Jahren ist die Mitgliederzahl um über 40 Prozent gestiegen.

Die Bürger-Basis-Xanten (BBX) wird, sofern die Mitglieder dem zustimmen, mit dem Team aus 2014 in die Kommunalwahl 2020 ziehen. Alle Ratskandidaten von damals, als aus dem Stand heraus knapp fünf Prozent der Stimmen und somit zwei Ratsmandate geholt wurden, hätten signalisiert, wieder antreten zu wollen, sagt Vorsitzender Peter Reichel in einer Zwischenbilanz. Dann möchte die BBX gerne noch eine Schüppe drauflegen und mindestens einen dritten Vertreter in den Rat entsenden können. "Unsere Politik wird von vielen Menschen positiv gesehen", sagt BBX-Vertreter Werner Paessens.

Die Mitgliederzahl nahm seit der Gründung vor sechs Jahren um mehr als 40 Prozent zu. "Wir haben jetzt 177 Mitglieder. Allein in den letzten Wochen sind 16 neue dazugekommen. Nach der CDU sind wir die zweitgrößte politische Vereinigung in Xanten."

Politisch setzt die BBX unter anderem auf die Ausweisung neuer Baugebiete "in einem ökologischen und dorfgerechten Kontext" und auf eine gezielte Lückenbebauung. Ohne dem sei der Haushalt nicht zu retten, befürchtet Ratsmitglied Matthias Voll. Er mahnt eine vorausschauende Politik an. "Es bewahrheitet sich die damalige Feststellung der BBX, dass das Verfahren sehr langwierig und eine frühzeitige Einleitung sinnvoll ist."

Zweiter Schwerpunkt der beiden Ratsvertreter ist und bleibt die Bildung. Sie treten für eine Wiedereröffnung der Grundschulen in Birten und Vynen ein. Die Schließungen seien ein Fehler gewesen. Paeßens: "Wir haben bis zum Schluss für den Erhalt gekämpft. In Vynen haben gerade einmal zwei Kinder gefehlt. Die damaligen demografischen Prognosen mit sinkenden Schülerzahlen sind nicht verifizierbar." Dies zeigten die aktuellen stark angestiegenen Kindergeburten.

Grundsätzlich, so Voll, sei der Wille zu Einsparungen die weiterhin wichtigste Devise für die BBX. "Weg von den Luxusprojekten", sagt der Birtener. Man sollte nicht alles an öffentlicher Förderung mitnehmen, was sich anbiete. "Die Folgekosten werden meistens dann nicht mehr in Betracht gezogen", sagt er zum neuen Gradierwerk im Kurpark.

Zudem wehren sich die beiden Ratspolitiker gegen einen Ausverkauf des "städtischen Tafelsilbers". Gebäude wie das alte Wardter Gemeindehaus am Dom dürften nicht verkauft werden. Wird es auch nicht, das Haus wird erst einmal im Eigentum der Stadt bleiben, beschloss der Rat. Gegen Verkaufsabsichten werde man vehement wehren, so Paessens. Die BBX scheue sich dann nicht, mit Unterschriftenaktionen gegenzusteuern.

Bei der Sanierung der Wirtschaftswege ist guter Rat teuer, die Finanzierung ist ungeklärt. "Eine knifflige Geschichte", räumt Voll ein. Er bemängelt wie auch Paessens, dass die Stadt in der Vergangenheit viel zu wenig in die Instandhaltung investiert habe. "Unsere Anträge auf höhere Investitionen hat die Ratsmehrheit leider ignoriert", so Paessens. Nun könne es nicht sein, dass der Bürger mit Anliegerkosten von 80 Prozent zur Kasse gebeten werden sollen.

(pek)
 
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