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Xanten
Beachtliche musikalische Leistung

Xanten: Beachtliche musikalische Leistung
Beeindruckte in Xanten - das Rheinklang-Quartett mit (v.l.n.r.) Janine Schröder (Viola), Leander Runde (Cello), Johannes Hannemann (1. Violine), Sebastiaan Kruis (2. Violine). FOTO: Haldern Strings
Xanten. Die jungen Streicher der "Haldern Strings" waren im Xantener Ratssaal zu Gast. Von Lisa Rößler

Herausragende musikalische Leistungen des Vereins Haldern Strings waren am Sonntag im Xantener Rathaussaal zu erleben. Kurz vor der Sommerpause hatte die private Streicherschule ein ganz besonderes Konzert anzubieten: Eine Matinee mit deutschen und russischen Jugendlichen stand auf dem Programm. "Das Konzept des Vereins sieht vor, dass die Kinder schon in frühen Jahren Geige, Bratsche oder Cello lernen und so früh wie möglich auch schon in Ensembles zusammenspielen", erklärte der künstlerische Leiter Ole Hansen. In diesem Konzert war das fortgeschrittenste Ensemble zu hören.

Auch in der Kammermusik werden die Jugendlichen ausgebildet. So war das Streichquartett "Rheinklang Quartett" im vergangenen Jahr auf einer Austauschreise in Moskau. Die beiden russischen Pianisten Jakob Sadermann (12) und Vitaly Nikanov (13) machten nun den Gegenbesuch.

Zunächst stellten sich die Haldern Strings mit einem Concerto Grosso von Georg Friedrich Händel vor. Kay Wanders (Violine), Johannes Hannemann (Violine) und Niklas Höfkens (Violoncello) übernahmen dabei die Soloparts. Zunächst noch etwas vorsichtig wurde das Ensemble unter der Leitung von Ole Hansen immer mutiger und konnte bald schon neben der feinen Präzision und dem aufmerksamen Zusammenspiel auch immer mehr an Schwung gewinnen. Die beiden jungen Pianisten boten eine vierhändige Romanze von Georgy Sviridov dar, zu der Jakob Sadermann eine humorvolle Stummfilmmusik zugab.

Vitaly Nikanov und das Rheinklang-Quartett Johannes Hannemann, Sebastiaan Kruis (Violine), Janine Schröder (Viola) und Leander Runde (Violoncello) beeindruckten durch die Aufführung eines Satzes aus dem Klavierquintett in C-Moll von Alexander Borodin, dem wohl reifsten Frühwerk des russischen Komponisten. Als Streichorchester glänzten die Haldern Strings mit einem Schwedischen Tanz von Max Bruch, in einer eigens arrangierten Version von Ole Hansen sowie mit dem virtuosen letzten Satz aus der Serenade von Robert Fuchs, einem Zeitgenossen von Johannes Brahms.

Den Höhepunkt stellte die Aufführung des Klavierkonzerts Nr. 12 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart mit Vitaly Nikanov und den Haldern Strings dar. Der junge Pianist brachte mit beeindruckender Sicherheit und ausgezeichneter Gestaltung eine sehr reife Leistung.

Das Ensemble begleitete ihn dabei aufmerksam, mit dem angebrachtem Maß an Entschiedenheit, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen. Es folgte seinem Dirigenten sehr genau, so dass sich ein organisches Musizieren einstellte. "Es ist wunderbar zu sehen, dass die Leidenschaft zur Musik russische und deutsche Jugendliche verbinden kann", freute sich Ole Hansen, und dem konnte das Publikum nur begeistert zustimmen. Es war ein wahrhaftiger Genuss für die Zuhörer.

Die Selbstverständlichkeit mit der die Jugendlichen der Haldern Strings sowie deren Gäste dieses vielseitige und anspruchsvolle Repertoire spielten, beträgt ein Maß an Profession, das nur selten unter Jugendlichen erreicht wird.

Quelle: RP
 
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