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Sonsbeck
Beim Gelöbnis hat's gefunkt: Goldhochzeit bei Familie Scharf

Sonsbeck. Ein öffentliches Gelöbnis bietet vielleicht nicht die besten Rahmenbedingungen, um den Partner fürs Leben kennenzulernen. Doch genau dabei ist Günter Scharf seiner Frau Cäcilia erstmals begegnet. Das war im September 1965 in Rothenburg an der Fulda. Der heute 80-Jährige war dort als Soldat stationiert, war dort Kompanie-Chef. Nun feiert das Paar, das in 50 Ehejahren durch die halbe Republik gezogen ist, das Fest der goldenen Hochzeit - mit Familie, den drei Enkelkindern und Freunden.

Günter Scharf erinnert sich noch genau an den "Tag der Tage": Ein Schulfreund von mir war in der FDP und mit einer Gruppe aus der Partei zum Gelöbnis angereist. Darunter befand sich auch Cäcilia, eine gelernte Buchhändlerin aus Sonsbeck.

Danach ging alles sehr schnell: Nur drei Monate später feierte das junge Paar Verlobung, im April 1966 wurde geheiratet. Mit Gipsbein humpelte Günter Scharf damals an der Seite seiner Verlobten zum Standesamt. "Den Beinbruch hatte ich mir beim Motorradfahren im Gelände zugezogen", erinnert sich Günter Scharf. Weil er ohnehin außer Gefecht gesetzt war, wurde die Zeit genutzt: zur Heirat und zur Möbelauswahl für die erste gemeinsame Wohnung in Rothenburg. "Zur kirchlichen Trauung im Juli war ich den Gips dann glücklicherweise wieder los", erzählt Günter Scharf.

Die ersten Ehejahre verbrachte das junge Paar in Fulda, wo Günter seiner Kompanie vorstand. Hier wurde auch der älteste Sohn geboren. Zwei weitere Kinder machten 1969 und 1973 das Glück der Familie komplett.

"Meine Familie hatte es nicht einfach. Wir haben das typische Leben einer Soldatenfamilie geführt", sagt der gebürtige Homberger rückblickend. Von Fulda aus zog die Familie zunächst nach Hannover, später nach Westerburg und nach Hammelburg. Erst 1978, als Günter Scharf Leiter des Ausbildungszentrums in Borken wurde, wurde Sonsbeck der Lebensmittelpunkt.

Hier war die sportbegeisterte Familie im SV Sonsbeck aktiv. Zudem zeigte sich die Familie musikalisch. "Meine Frau spielte intensiv Klavier, ich habe Oboe und Krummhorn gespielt", so Günter Scharf, der außerdem über 40 Jahre in geistlichen Chören gesungen hat. Noch heute ist er Mitglied des Domchores in Xanten.

(nmb)
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