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Unsere Woche
Beständigkeit in Zeiten der Veränderung

Xanten. Eine Woche zwischen Gold-Medaillen, Leckertüten und einem Multi-Kulti-Dorf mitten in Orsoy.

Das Beständige, das Immergleiche, muss nicht zwangsläufig Langeweile bedeuten. Es ist doch schön, dass man sich auf manche Dinge verlassen kann. Darauf zum Beispiel, dass Dressurreiterin Isabell Werth in schöner Regelmäßigkeit olympische Medaillen gewinnt. Jedes Mal wieder ein Grund, mitzufiebern und sich zu freuen. Klasse auch, dass der Reitverein (warum eigentlich nicht die Stadt?) der strahlenden Siegerin von Rio gestern Abend einen schönen Empfang bereitet hat. Rheinberg kann stolz sein auf die Weltklassesportlerin Isabell Werth!

Aber nicht alles bleibt so, wie es ist. Vieles verändert sich. Heute etwa ist der Tag der Büdchen. Kiosk, Trinkhalle, Bude - wie auch immer: Früher gab es die kleinen kultigen Verkaufsstellen an jeder zweiten Ecke. Auch bei uns in der Region. In Zeiten lange geöffneter Discounter und Tankstellen-Shops hat die Bude keine Chance mehr. Schade. Denn wer denkt nicht gerne an Leckertüten mit Esspapier und Brausebonbons zurück? Motto: "Bitte einmal für zehn Pfennig gemischte Bonbons!"

Manche Veränderungen kommen nicht schleichend, sondern sind mit einem Schlag sichtbar. So hat sich das alte Orsoyer Marien-Hospital in eine riesige Flüchtlingsunterkunft verwandelt. Ein kleines Multi-Kulti-Dorf für sich. Eine Welt, die man als Besucher übrigens weder als bedrohlich noch als bedrückend empfindet. Die Menschen sind offen und freundlich. Schön, dass sich anfängliche Bedenken der Orsoyer längst zerschlagen haben. Es wird eben nicht alles so heiß gegessen wie gekocht. Vielleicht finden sich ja noch Ehrenamtliche, die mitarbeiten. Die werden dort dringend gebraucht.

Auch Budberg verändert sich. Ein neues, lange geplantes Baugebiet kommt hinzu. Es wird in den politischen Gremien noch für Gesprächsstoff sorgen. Insbesondere die Entwässerung beschäftigt die Bürger. Nach den Starkregen mit zahlreichen vollgelaufenen Kellern ist das kein Wunder. Das Ziel muss lauten: Wie kann erreicht werden, dass die Häuser künftig trocken bleiben und wir nicht nach jedem Starkregen sagen müssen: Jedes Mal der gleiche Schlamassel.

In diesem Sinne: ein angenehmes Wochenende!

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
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