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Xanten
Birten trifft sich im Advent an der lebendigen Krippe

Xanten. "Mit der Aktion lebendiger Advent wollten wir nach der Schließung der Schule dafür sorgen, dass die Birtener wieder einen Ort der Begegnung haben. An jedem Adventssamstag wird die Weihnachtsgeschichte weitererzählt und es werden andere Menschen eingeladen", berichtet Sylvia Theismann über einen ganz besonderen "Weihnachtsmarkt".

Mitten auf dem Rasen am Fuße der Birtener Kirche haben Mitglieder des Gemeindeausschusses eine kleine Fläche mit einem Zaun eingefasst, eine selbstgebastelte, mannshohe Krippe aufgebaut und die beiden Schafe Hilde und Hermine für vier Wochen eingeladen, auf dem Dorfplatz zu grasen. Die Tiere sind bereits im Fernsehen aufgetreten und absolut stressresistent.

"Ich habe das Gefühl, die beiden freuen sich richtig, wenn sie gestreichelt werden", sagt Lars Lindemann. Der Xantener Pastoralreferent hat, passend zur Krippe, die Weihnachtsgeschichte erzählt und dabei die Kinder des Birtener Elisabeth-Kindergartens eingebunden. "Wie heißt denn das Paar, das in dieser Krippe lebte, weil in der Herberge kein Zimmer mehr frei war?"

Als die Lösung mit leichter Unterstützung der Eltern feststand, durften Maria und Josef in die Krippe einziehen, und zwar mit tatkräftiger Unterstützung. Denn die Organisatoren hatten lebensgroße Schaufensterpuppen gekauft und sie mit viel Liebe zum Detail in das biblische Paar verwandelt. Passend dazu spielte das Landestambourkorps Birten Weihnachtslieder. Die lodernden Feuer um die Krippe sorgten für adventliche Stimmung.

Im Anschluss durften Kinder den großen Weihnachtsbaum mit selbst gebastelten Sternen schmücken. Nur den sonst üblichen Glühwein gab es nicht, dafür aber Apfel-Zimt-Tee, heißen Kakao und von den Messdienern selbst gebackene Plätzchen sowie die begehrten Plunderteilchen von Maria Schliemann. Das Portemonnaie durften die Birtener stecken lassen. "Wir geben alles kostenlos ab, um den christlichen Gedanken zu unterstützen. Wer spenden möchte, darf das aber gerne", so Theismann. Einen richtigen Weihnachtsmarkt ins Leben zu rufen, stand für die Birtener nie zur Debatte. "Bei diesen Märkten geht es doch nur noch ums Geschäft, der Ursprung geht dabei völlig verloren. Das wollten wir nicht", erläutert Helma Zumkley.

Nach einer Stunde endete der erste Teil der Geschichte mit einem Familiengottesdienst in der Kirche. Bis Heiligabend folgt nun jede Woche eine Episode. Für Weihnachten haben sich die Birtener etwas Besonderes ausgedacht. "Heiligabend installieren wir einen Stern über der Krippe und legen ein Baby hinein, damit unsere Kinder das auch sehen, bevor sie in die Kirche gehen", freut sich Sylvia Theismann.

(erko)
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