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Xanten
Brandanschlag: Ausländerfeindlicher Hintergrund wird vermutet

Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Xanten
Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim in Xanten FOTO: Fischer, Armin
Xanten. Die Polizei hat nach dem Feuer in der geplanten Asylunterkunft in Xanten am Sonntag (4. Oktober) noch keine heiße Spur, geht aber mittlerweile fest von einem Brandanschlag aus. Von Dirk Möwius

Das teilte die Staatsanwaltschaft Kleve am Donnerstag mit. Allerdings hätten die Beamten bislang noch keine heiße Spur nach einem möglichen Täter, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kleve am Donnerstag mitteilte. "Es spricht vieles dafür, dass ein ausländerfeindlicher Hintergrund besteht", hieß es weiter.

Der Anschlag war in der Nacht zum Sonntag mit einem Molotowcocktail verübt worden, außerdem waren Spuren eines Brandbeschleunigers im Erdgeschoss gefunden worden. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt.

Angesichts des Brandanschlags hat Xantens Bürgermeister Thomas Görtz als Sofortmaßnahme nach vorheriger fachlicher Auswahl ab sofort ein Sicherheitsunternehmen aus der Region mit der Überwachung der Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet beauftragt. Die Überwachung erfolgt durch Streifendienstfahrten und Objektüberwachung in den Abend- und Nachtstunden.

Das beauftragte Unternehmen verfüge über entsprechende Referenzen in diesem Bereich, betont der Verwaltungschef. Des Weiteren werden ab der kommenden Woche zwei Mitarbeiter in der künftigen Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Förderschule die soziale Betreuung der dort untergebrachten Flüchtlinge aufnehmen.

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