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Sonsbeck
Breitband für Sonsbeck: 60 Unterschriften fehlen

Sonsbeck. Die Uhr tickt unerbittlich. Mit dem heutigen Tag sind es noch zehn Tage bis zum Schulterschluss mit der Deutschen Glasfaser. Nur noch. "Die Zeit drängt", sagte Annette Bongarts von der Initiative "Pro Glasfaser für Sonsbeck" gestern bei einer Info-Veranstaltung. Immerhin: Nachdem die Zustimmungsrate lange Zeit bei 37 Prozent der Haushalte stagnierte, meldete die Deutsche Glasfaser gestern Mittag auf ihrer Homepage, dass sich inzwischen 38 Prozent der Haushalte in Sonsbeck und Labbeck für einen Zwei-Jahres-Vertrag bei dem Borkener Unternehmen entschieden haben. Zwei Prozentpunkte mehr, und die Tochter einer niederländischen Gruppe, hinter der auch amerikanische Investoren stehen, beginnt mit der Buddelei. Bei "einiges mehr als 2500 Haushalten, die die Deutsche Glasfaser in beiden Ortschaften erreichen kann, "fehlen uns damit noch gut fünf dutzend Kunden", sagt die Heinsberger Vertriebsleiterin Nicole Holländer. Von Heinz Kühnen

"Und die wollen wir an diesem Wochenende reinholen", zeigt sich Annette Bongarts von der Sonsbecker Initiative kämpferisch, deren Gruppe allein bei Facebook inzwischen auf 434 Mitglieder angewachsen ist. Für den gestrigen Überzeugungsabend wurden über den Breitbandanbieter (Bongarts: "Das hätten allein nicht geschafft") alle Haushalte mit Flugblättern der Initiative eingeladen.

In der Gaststätte "Zur Linde" an der Herrenstraße gab es für die Besucher ein Getränk gratis. Unter allen, die dann ihre Unterschriften unter den Vertrag setzten, wurden mehrere Frühstücksgutscheine für das "Landgut am Hochwald" sowie ein Gutschein für eine Musikproduktion "Deine Stimme auf CD" verlost. "Außerdem bekommen die Kindergärten in Sonsbeck und Labbeck eine Spende in Höhe von zehn Euro pro Vertrag", versprach die Frontfrau der Glasfaser-Befürworter, die mit weiteren gut zehn Internet-Aktivisten in den vergangenen Wochen auch auf der Straße intensive Überzeugungsarbeit leistet - "aus Überzeugung": Im Sonsbecker Ortskern reiche leider vielen offensichtlich schon ihre Internetversorgung. Aber für die Zukunft sei die Datenübertragungszeit auch hier viel zu lahm, mahnt Annette Bongarts, die bei der Kampagne besonders an die Labbecker denkt. "Da gibt's ja praktisch noch gar nichts."

Also geht es jetzt noch einmal in die Vollen. Die "Pro-Breitband-Bürger" wollen heute und morgen beim Lichterfest auf der Hochstraße fleißig Bürger-Überzeugungsarbeit leisten. Und am nächsten Samstag, 3. Dezember, bläst die Deutsche Glasfaser kurz vor Toreschluss mit einem Aktionstag zum Angriff.

Quelle: RP
 
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