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Heimat erleben
"Brennen und rennen" für Marienbaum

Heimat erleben: "Brennen und rennen" für Marienbaum
Bei der Ehrung der ältesten Mitglieder (v. l.): Willi Melchers, Gregor Noy, Theo Thyl, Elfriede Kydzyba (ihr Mann war der erste Vorsitzende), Bürgermeister Thomas Görtz, Vorsitzender Dietmar Kisters und Käthi Dupont. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. Das Jubiläumsjahr des Heimat- und Bürgervereins nähert sich seinem Ende. Festakt mit Ehrungen und Überraschungen. Von Sabine Hannemann

Das 50-jährige Bestehen wird gebührend mit einem Veranstaltungsreigen gefeiert. Nach der Abendmesse sollte das Wallfahrtsheim das Ziel der Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins Marienbaum sein. Im Jubiläumsjahr ging es nach verschiedenen Veranstaltungen, wie vor einigen Wochen mit dem Dorffest, mit einem Festakt nochmals hoch wie feierlich her. Gemeinsam erinnerten sich die Mitglieder im Marienbaumer Wallfahrtsheim mit den Vertretern befreundeter Vereine, Ehrengästen, darunter Altbürgermeister Alfred Melters, und der Bürgerschaft an die Gründung 1965. Es sollte ein Abend der Überraschungen werden, mit denen der Vereinsvorsitzende Dietmar Kisters so gar nicht gerechnet hatte. Für den ersten Aufschlag sorgten der Musikverein Cäcilia und das Tambourcorps, die zu fünf Jahrzehnten Vereinsgeschichte musikalisch gratulierten. Die Überraschung war gelungen.

Kisters erinnerte dann an den verstorbenen Vereinsgründer Engelbert Kydzyba, der den Heimat- und Bürgerverein gegründet hatte. Ihm, dem Heimatvertriebenen, sei der Zusammenhalt wichtig gewesen. Verschiedene Aktionen, die er ins Leben gerufen hatte, sind bis heute richtungsweisend. Der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" habe bereits für den Zusammenhalt der Nachbarschaften gesorgt. Engelbert Kydzybas Frau Elfriede freute sich über diese Ehrung. Sie besuchte zusammen mit anderen verdienten Mitgliedern die Festveranstaltung. Der Brudermeister der Birgitten-Bruderschaft Theo Krebbers überbrachte im Namen der Vereine und mit den örtlichen Vereinsvertretern die persönliche Glückwünsche. Xantens Bürgermeister Thomas Görtz würdigte den Heimat-und Verkehrsverein Marienbaum als ein "Brennen für die Heimat". Das ehrenamtliche Engagement der Marienbaumer sei das prägende wie Generationen verbindende Element. "Brennen und rennen" für die Dorfgemeinschaft sei die Motivation: "Wir erleben eine ganz hervorragende Geschichte", so Görtz. Marienbaum sei Heimat und sorge mit seinen Menschen für die so wichtige Identifikation, für die Vereinsvertreter stets und ständig ihren Beitrag leisten. "Ohne diese ehrenamtlich engagierten Menschen würde der Ort nur existieren, nicht leben. Vereinsmitglieder sorgten für die Lebendigkeit und begeisterten auf diese Weise andere, in die Dorfgemeinschaft zu investieren. Damit treffen Sie einen Lebensnerv", lobte Görtz die Festgemeinschaft. Der HBV mit seinen über 400 Mitgliedern wiederum schaffe es, auch die Nachbarschaften mit ihren Vereinen einzubinden. Görtz: "Lassen Sie uns gute Nachbarn sein und zusammenrücken. So können wir gemeinsam etwas bewegen."

Moderne Technik machten den Abend spannend, weil auch Hans Kurzawe, zweiter Vorsitzender, via Skype aus dem amerikanischen Louisiana zugeschaltet wurde, wo er beruflich zu tun hatte. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom niederländischen Chor "Rosmalens Mannenkoor".

Quelle: RP
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