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Sonsbeck
Bürger bedanken sich bei der Feuerwehr

Sonsbeck: Bürger bedanken sich bei der Feuerwehr
Probesitzen im Rettungs-Heli: Beim Tag der offenen Tür in Sonsbeck durften die Kinder vieles einfach ausprobieren. FOTO: Ostermann
Sonsbeck. Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Sonsbeck kommen Bürger und Rettungskräfte ins Gespräch. Von Rita Hansen

Wenn sie anrücken müssen, bleibt für persönliche Gespräche keine Zeit. Dann sind die Rettungskräfte im Einsatz. Ganz gleich ob Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerks (THW) oder die Besatzung des Johanniter-Rettungshubschraubers, sie kommen immer dann, wenn Not am Mann ist. Mit ihrem Tag der offenen Tür boten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sonsbeck, Löschzug 1, am Sonntag die Gelegenheit, sich einmal ganz in Ruhe mit den Einsatzkräften unterhalten zu können. Eine Gelegenheit, die manch ein Besucher auch zum Danken nutzte. So wie die Nachbarschaft, die aus Bonbons ein großes "Danke"-Plakat für 10.684 geleistete Arbeitsstunden (im Jahr 2016) gestaltet hatte.

"Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und mit diesem Tag auch unser Zuhause - das Feuerwehrgerätehaus zeigen", erklärte Hauptbrandmeister Jochen Scheffer. "Schließlich ist dieses Haus nicht unser Eigentum, sondern gehört den Sonsbeckern." Die konnten sich an diesem Tag eigenständig umschauen oder sich in einer der Hausführungen auch in Räume wie die Einsatzzentrale oder die Atemschutzwerkstatt begleiten lassen.

Früher habe man Motto-Frühschoppen veranstaltet. Das habe jedoch nicht widergespiegelt, dass es ein Event für die ganze Familie ist, wenn die Wehr die Tore zum Feiern öffnet. So habe man das jährliche Fest in Familienfest umbenannt. Schon zu Zeiten der Motto-Partys gab es alle fünf Jahre die Möglichkeit, sich Räumlichkeiten und Gerätschaften anzusehen und einen Blick hinter die Kulissen der ehrenamtlichen Wehr zu werfen, wie Scheffer berichtet. In diesem Jahr konnten die zahlreichen Besucher neben den Feuerwehrfahrzeugen auch die blauen-THW-Wagen der Ortsverbände Wesel und Dinslaken inspizieren. Die blaugekleideten THWler, die viele noch als pumpende Helfer vom letztjährigen Unwetter in Erinnerung haben, standen ebenso Rede und Antwort wie ihre Feuerwehrkollegen. Bei den kleinen Gästen waren die Autos beider Hilfsorganisationen gleichermaßen beliebt. Die Wagen hatten mit dem Rettungshubschrauber der Johanniter Luftrettung allerdings einen starken Konkurrenten in Sachen, "darf ich mich da mal reinsetzen?" Das war neben "darf ich mal mitfliegen" wohl die häufigst gestellte Frage des Tages. Markus Pisulla, Co-Pilot und Assistenz vom Notarzt, kurz HEMS-TC, erklärte bereitwillig immer wieder die medizinisch-technischen Geräte des Hubschraubers sowie deren Funktionen. 365 Tage im Jahr, 24-Stunden am Tag ist die Johanniter Luftrettung am Stützpunkt Marl-Loe Mühle besetzt. 20 bis 30 Einsätze im Monat im Umkreis von rund 1000 Kilometern absolviert die Besatzungscrew. Bei bis zu 300 Kilometern in der Stunde war der Weg von Marl nach Sonsbeck ein "Katzensprung". Sichtlich beeindruckt verfolgten die Besucher nach rund drei Stunden Besichtigungszeit den Abflug des Hubschraubers. "Wie im Film", flüsterte ein Junge ehrfürchtig.

Quelle: RP
 
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