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Xanten
Bürger haben Fragen zum Krematorium in Birten

Xanten. Dass die Baugenehmigung für ein Krematorium im Gewerbegebiet Birten erteilt worden ist, verwundert den früheren FBI-Kommunalpolitiker Hans-Peter Feldmann. "Mir ist nicht bekannt, weshalb nicht schon viel früher die Öffentlichkeit über ein derartiges Vorhaben informiert worden ist", schreibt er in einem offenen Brief an Bürgermeister und Thomas Görtz und hat zugleich einige Fragen zu dem Projekt. Er bittet den Verwaltungschef um "kurzfristige Beantwortung."

1. Bedarf im Vorfeld eines geplanten Krematoriums im Ortsbereich von Birten nicht die Einbindung der Öffentlichkeit in dieses Vorhaben? Etwa durch eine Projektvorstellung im Bezirksausschuss Birten - bevor die Baugenehmigung seitens der Stadtverwaltung erteilt wird?

2. Ist laut Gesetz zur Prüfung der Umweltverträglichkeit für ein Krematorium, die nicht ohne Immissionen betrieben werden kann, eine unter Öffentlichkeitsbeteiligung erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich? Auf welche Gesetzesauslegung wird sich hierzu bezogen?

3. Inwieweit ist geprüft worden ob die zu erwartenden Immissionen wie "Gerüche, Feinstaub" nicht die im Umfeld wohnenden Menschen beeinträchtigen werden?

4. Ist geprüft worden, ob durch die Immissionen des geplanten Krematoriums das Wasserschutzgebiet Birten/Ginderich keine schädlichen Einwirkungen erfahren werden?

5. Ist von unabhängiger Seite die geplante Anlage auf Risikosicherheit und Betriebssicherheit geprüft worden? Gibt es Referenzanlagen, über die es Erfahrungen zur Immission und Betriebsverhalten gibt? Können diese Ergebnisse öffentlich eingesehen werden?

(möw)
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