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Sonsbeck
Café Tasse - Treffpunkt vieler Nationen

Sonsbeck: Café Tasse - Treffpunkt vieler Nationen
Schätzen das Café (v.l.): Sonja Klotzbach, Markus Janßen, Astrid Schönfeldt, Anja Heidenreich, Rouven Rieger, Franziska Rütten und Heiko Schmidt FOTO: A. Fischer
Sonsbeck. Das Begegnungscafé in den Räumen der INI an der Wallstraße in Sonsbeck wurde gleich zu Beginn gut angenommen. Von Rita Hansen

Wenn es um die Menschen geht, ziehen in der grünen Perle alle an einem Strang. Als im Unterstützerkreis Asyl von Sonja Klotzbach, Mitarbeiterin des Caritas-Verbandes Moers-Xanten sowie Koordinatorin der Flüchtlingshilfe in Sonsbeck, der Wunsch geäußert wurde, ein Café als weiteren Kontakt-Treffpunkt anbieten zu können, bot Rouven Rieger spontan die Räume der Initiative Integratives Leben (INI) in der Wallstraße an. (die RP berichtete) "Ich finde es toll, dass das bei uns so Hand in Hand funktioniert", erklärte Bürgermeister Heiko Schmidt.

Der neue Treffpunkt orientiere sich am Bedarf und werde "nicht von uns als Gemeinde übergestülpt". Jeden dritten Dienstag im Monat bietet das Café Tasse, wie es nach Vorschlägen aus dem ersten Treffen benannt wurde, allen die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zwanglos kennenzulernen.

Die Idee kommt an, wie sich zuletzt erneut gezeigt hat. Kurz nach 16 Uhr saßen rund 40 Sonsbecker, neue wie alteingesessene, an den Tischen und plauderten in den unterschiedlichsten Sprachen. Mohammed, gerade 45 Tage alt, lag abwechselnd bei seinen Eltern sowie anderen Besuchern im Arm. Nationalitäten spielen keine Rolle. "Klasse, dass wir mitten im Ort in den Räumen sein dürfen", sagte Sonja Klotzbach zur Kooperation mit der INI.

"Dass wir das gemeinsam machen, ist toll. Die Flüchtlinge möchten diesen Treffpunkt sehr gerne. Wann immer wir zu ihnen in die Wohnungen kommen, bekommen wir einen Kaffee oder Tee angeboten", erzählte die Flüchtlingskoordinatorin. Es sei noch einmal ein Angebot zu einer anderen Tageszeit als Ergänzung zu den gut besuchten Abenden im Fuxbau. Damit erreiche man auch Personen, ganz gleich ob Sonsbecker oder anderer Nationalitäten, die abends für gewöhnlich nicht rausgehen würden. Sie werde häufig auf das "Flüchtlings-Café" in den INI-Räumen angesprochen, berichtete INI-Geschäftsführerin Anja Heidenreich. "Wenn es doch für die Menschen ist, dann ist es egal, wer es macht und wo die Menschen herkommen", findet sie. Aufeinanderzugehen sei wichtig, erklärte auch Markus Janßen, Leiter des Fachbereiches Soziales. Ob beim Sport oder bei einer Tasse Kaffee im Café Tasse, das Miteinander sorge für ein Stück Normalität im Leben der Flüchtlinge.

Dazu gehört auch, dass Backwaren nicht nur von den deutschen Initiatoren mitgebracht werden. Auf Dauer sollen die Aufgaben im Café Tasse sowie die Kuchenspenden bunt gemischt von in Sonsbeck lebenden Bürgern, ob Flüchtling oder Ur-Sonsbecker, gestemmt werden, nennt Astrid Schönfeldt das Ziel. Mit Unterstützung von Franziska Rütten hat sie die Schirmherrschaft für das Café übernommen.

Quelle: RP
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