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Sonsbeck
Carsharing-Angebot jetzt auch in Sonsbeck

Sonsbeck: Carsharing-Angebot jetzt auch in Sonsbeck
Bekenntnis zum Altkreis: Der Carsharing-Fiesta, den Bürgermeister Heiko Schmidt und Ford-Händler Stefan Janßen auf dem Neutorplatz parkten, trägt ein Moerser Kennzeichen. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. 80 PS, sparsamer Motor, Freisprecheinrichtung, Winterbereifung. Ford Carsharing prangt es von den Seitentüren. Der weiße Fiesta steht auf dem Neutorplatz: Hier können ihn Interessenten abholen, vorausgesetzt, sie haben zuvor im Autohaus Janßen eine Kundenkarte für 49 Euro erworben und (per Internet) nachgefragt, ob das Auto auch tatsächlich frei ist. Von Heinz Kühnen

Dann geht es schon los. Fünf Euro kostet eine Stunde Fahrt (zwischen 22 und 6 Uhr nur 150 Euro), hinzukommen 19 Cent für jeden gefahrenen Kilometer - das Geld für den Sprit ist da schon drin. Was Stefan Janßen vom gleichnamigen Ford-Autohaus in Sonsbeck seit Dezember mitwachsendem Erfolg bereits in Alpen anbietet, können nun auch die Sonsbecker ausprobieren: Mal eben zum Frisör, zum Sonntagsbesuch oder einmal in der Woche zum Waldlauftraining - ohne eigenes Auto, ohne ein Mietfahrzeug, das immer gleich für einen ganzen Tag genommen werden muss.

Das Interesse, so erfährt es Janßen derzeit in Alpen, ist da und es steigt: Noch keine großen Sprünge, sagt der Ford-Händler, aber es spreche sich langsam herum. Ein bestimmtes Alter der Carsharing-Kunden kann er nicht ausmachen. Es reiche ab 18 Jahren bis ins Alter. Meist sei es ein Ersatz fürs eigene Fahrzeug, bisweilen ersetzte der Fiesta auch den bisherigen Familien-Zweitwagen. Und manchmal decke das Auto auch einen "Mobilitätsengpass" bei Firmen.

Das Konzept sei vor allen Dingen kundenfreundlich: Tankt ein Kunde, bekommt er das Geld zurück. Außerdem wird die Zeit für den Vorgang gutgeschrieben. Dasselbe gelte auch für die Fahrt durch eine Waschstraße. Wer das Auto statt drei nur zwei Stunden nutzt, bezahlt ausschließlich die tatsächliche Nutzungsdauer. Das Auto ist Vollkasko versichert. Mit 1500 Euro Selbstbeteiligung. Für Vielfahrer lohnt sich da möglicherweise der Einsatz von 90 Euro im Jahr. Die vermindern die Selbstbeteiligung auf 300 Euro. Zwar gibt es ein Bordbuch, in dem zum Beispiel ein Kratzer im Lack vermerkt werden kann. Alles andere wird vollelektronisch be- und verrechnet. Dafür sorgen ein Transponder an Bord und eine laufende Datenübertragung via GPS. Die EDV liefert Vertragspartner Flinkster. Das Carsharing-Programm der Bahn-AG gewährt daneben auch Zugang zu mehr als 7000 Fahrzeugen in inzwischen fast 250 Kommunen in ganz Deutschland. Genutzt werde es vorzugsweise in Orten auf dem Lande, weiß Janßen. Dort also, wo der Bus-/ Bahnverkehr nicht stark ausgeprägt ist.

Ein unkompliziertes Angebot, das durchaus zu Sonsbeck passe, sagt Bürgermeister Heiko Schmidt. Auch deshalb habe der Rat dem Versuch zugestimmt. Ohnehin werde sich das Mobilitätsverhalten ändern: Schmidt: "Da sollten wir früh solche Alternativen anbieten."

Quelle: RP
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