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Xanten
CDU Birten kämpft für Neubau der "Bollerbrücke"

Xanten. Die Christdemokraten richten einen Eilantrag an den Rat. Das Schreiben wird heute im Bezirksausschuss vorgelegt. Von Heinz Kühnen

Der CDU-Ortsverband Birten wird heute in der Sitzung des Bezirksausschusses (19 Uhr, Jugendraum Schützenhaus) einen Eilantrag an den Stadtrat vorstellen. In dem fordert die CDU, Geld für den Erhalt oder den Neubau der "Bollerbrücke" bereitzustellen. Die Brücke musste - wie berichtet - voll gesperrt werden. Ein Gutachter hält das Bauwerk über der Bahnstrecke für baufällig, nicht stand- und nicht verkehrssicher.

Die Stadt prüft derzeit, was ein Abriss und Neubau einer landwirtschaftlichen oder alternativ einer reinen Fußgänger-/Radfahrer-Brücke kosten würde. Die "Bollerbrücke", so die CDU, sei bei der Inbetriebnahme der Bahnstrecke errichtet worden, um Anwohnern und Anliegern den Zugang zu ihren Grundstücken zu gewährleisten.

Darüber hinaus führe ein Teil des Wanderwegs "Römerroute" über die Brücke. Diese, so der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thomas Janßen, diene sowohl Anwohnern als auch Wanderern als Querung. Zudem ermögliche sie Landwirten den Zugang zu ihren Feldern. Würde die Verbindung wegfallen, würde das zu wirtschaftlichen Einbußen und zu Umwegen führen. Diese würden den Straßenverkehr vor allem in der Bestell- und Erntezeit (auch nachts) erheblich beeinflussen.

Das alternative Wegenetz sei nicht dafür ausgelegt, langfristig von landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit Anhängern befahren zu werden. Die Alternativroute führe mitten durch Wohngebiete mit am Straßenrand parkenden Autos. Darüber hinaus würden sich die Anwohner "alles andere als glücklich zeigen", sollte in Zukunft regelmäßig Mist und Jauche durch ihr Wohngebiet gefahren werden. Hinzu komme die erhöhte Geräuschbelastung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge.

"Zudem ist die Römerstraße zwischen Dorfzentrum und Fürstenberg als Alternativroute nicht befahrbar, da die Strecke durch Pfosten für den Verkehr gesperrt ist", so Janßen. Zudem würde ein Wegfall auch Einbußen beim Wert der Grundstücke und Gebäude für Anwohner bedeuten. Darüber hinaus würde die Qualität der Wanderwege beeinflusst. Außerdem seien bereits externe Finanzmittel zum Beispiel durch die Deutsche Bahn für die Stadt Xanten bereitgestellt worden. Im Gegenzug habe sich die Stadt verpflichtet, die Funktionalität der Brücke und deren Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Quelle: RP
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