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Xanten
CDU nimmt Stadtbuslinien ins Visier

Xanten: CDU nimmt Stadtbuslinien ins Visier
Gerade in den Ferien ist der Fahrplan der Stadtbus-Linien 40 und 42 ausgedünnt. Damit möchte sich die CDU-Fraktion nicht abfinden. In einem Antrag fordern sie von der Verwaltung, verschiedene Modelle zu entwickeln und diese mit dem Linienbetreiber Niag durchzusprechen. Vor allem aber möchte die CDU wissen, was eine Verbesserung des Angebots kostet. FOTO: Lörcks
Xanten. Der Haushalt ist verabschiedet. Für die Christdemokraten, die dem Zahlenwerk übrigens geschlossen zugestimmt haben, Grund genug, sich wieder den Sachthemen zu widmen. So möchte der Fraktionsvorstand wissen, was das alte Angebot der Linien SL 40/42 kostet. Von Julia Lörcks und Peter Kummer

Im vergangenen Sommer war die Aufregung groß, als die Stadt in kürzester Zeit den vom Kreis vorgelegten Nahverkehrsplan analysieren und beurteilen sollte. Viel Zeit für eine scharfsinnige Beurteilung blieb nicht; dafür war die Frist zu kurz und die Vorlage zu umfangreich. Welche Auswirkungen der dann verabschiedete Plan für einige Linien auch in Xanten hatte, wird vor allem in den Ferien auf den Linien SL 40/42 deutlich.

"Eine spürbare Einschränkung des Angebots", kritisiert Pankraz Gasseling. Damit abfinden möchte er sich nicht. Im Gegenteil: Der Chef der CDU-Fraktion möchte wissen, was eine Wiedereinführung des "alten Angebots" kostet. Ein Preisschild sozusagen. Ein entsprechender Antrag liegt im Rathaus vor. Demnach soll die Stadt verschiedene Modelle entwickeln und diese mit dem Linienbetreiber Niag durchsprechen.

FOTO: Julia Lörcks

Eins ist klar: Zum Nulltarif wird es eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Xanten nicht geben. "Aber wir wollen wenigstens wissen, welche Möglichkeiten es gibt und was diese dann kosten würden. Alles andere muss in einem zweiten Schritt beraten werden", sagt Dirk Görtzen.

Görtzen und Peter Schneider sind die beiden Stellvertreter von Pankraz Gasseling. Alle drei betonen im Gespräch mit unserer Redaktion: "Der Haushalt ist nun beschlossene Sache. Auch wenn wir manchmal kontrovers diskutieren, hat die CDU-Fraktion dem Zahlenwerk geschlossen zugestimmt. Jetzt wollen wir uns wieder den Sachthemen widmen - zum Wohle unserer Stadt."

Und nach Meinung der CDU-Fraktion ist das nicht nur der ÖPNV, sondern unter anderem auch die flächendeckende Breitbandversorgung im Stadtgebiet, die Verbesserung der Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt und die Barrierefreiheit an vielen Stellen. "Wir haben in den vergangenen vier Jahren etwa 20 Anträge gestellt, die alle von der Verwaltung umgesetzt wurden oder noch werden", sagt Gasseling.

Die Biotonne, die Hundekot-Entsorgungsstationen und die Jugendfeuerwehr, um weitere Beispiele zu nennen. Dabei hätten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung stets beratend zur Seite gestanden. "Bei manchen Dingen müssen wir uns auch erst einmal erkundigen, ob das überhaupt so geht wie wir uns das vorstellen", sagt Gasseling, der auch noch einmal betont, dass es sich bei den Xantener Ausschuss- und Ratsmitgliedern der CDU allesamt um Ehrenamtler handelt. "Die meisten von uns haben nebenbei auch noch einen Vollzeitjob", so Gasseling, dem noch ein anderes Thema nach den Haushaltsreden (wir berichteten) am Herzen liegt - der Kurpark.

"Beim Kurpark geht es nicht, wie anderen Fraktionen behaupten, um das Erhaschen von Fördergelder", sagt Gasseling. Vielmehr sei der "Stadtpark für alle Xantener Bürger" Bestandteil des beschlossenen Grünflächenkonzeptes. "Und eins wird bei der Kritik immer wieder vergessen. Die Wege der Wallanlagen waren alle in einem sehr, sehr schlechten Zustand. Wenn wir die entsprechenden Fördergelder nicht bekommen hätten, hätte die Stadt weit tiefer in die Tasche greifen müssen", so Gasseling und ergänzt: "Wir haben uns eindeutig für den Kurpark entschieden - und das bleibt auch so."

Er vergleicht das Projekt "Kurpark" mit der Xantener Fußgängerzone, bei der die CDU vor Jahrzehnten auch standhaft war: "Damals war der Aufschrei groß, heute will niemand mehr die Fußgängerzone in der City missen."

Quelle: RP
 
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