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Xanten
Das antike Handwerk aktiv erleben

Xanten: Das antike Handwerk aktiv erleben
Heiß her geht es in der Schmiede. Sie gehört zu den drei Handwerkerhäusern in Lehmbauweise, die entsprechend der archäologischen Befundlage in Xanten rekonstruiert wurden. FOTO: Thuenker/APx
Xanten. Mitmachen und Ausprobieren heißt es beim ersten "Römischen Handwerkerfest" im APX von Freitag, 1. Mai, bis Sonntag, 3. Mai. Von Dirk Möwius

So umfangreich und vielfältig war das antike Handwerk im APX noch nie zu sehen. Arbeiten und Wohnen - der Lebensalltag der römischen Antike wird am Wochenende von über 100 Akteuren gespiegelt. Rom war eben mehr als Kaiser und Legionäre - insbesondere in der Colonia Ulpia Traiana bei Xanten. Weshalb auch unter der Projektleitung von Dr. Peter Kienzle drei Handwerkerhäuser in Lehmbauweise mit ihren Werkstätten und Wohnräumen entsprechend der archäologischen Befundlage in Xanten rekonstruiert wurden: Verkaufsräume sowie die Werkstätten für Weber, Fein- und Eisenschmied und Bronzegießer.

Hand-Werk ist dabei wörtlich zu nehmen, denn die nützlichen Dinge des Alltags - vom Kochtopf bis zur Tunika - entstanden ohne Strom und Maschinen. Das ging gut, wie beim Handwerkerfest etwa Schuhmacher, Schneiderinnen, römische Imker oder Knochenschnitzer zeigen. Lohnenswert ist auch der Abstecher zur römischen Schiffswerft, die ihre Arbeit an der Rekonstruktion römischer Schiffe wieder aufgenommen hat. Für das Handwerkerfest verlegt Schiffsbaumeister Kees Sars die Aktivitäten von der Werft neben dem LVR-Römermuseum auf eine Wiese mitten ins Geschehen.

Weil auch damals für Handwerker galt, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhalten, werden römische Bäcker, Köche und Winzer servieren, was die antike Küche zu bieten hatte. Bei alledem wird nicht nur gezeigt, sondern auch erklärt. Besucherinnen und Besucher können mitmachen und selber erfühlen, wie aus einem Stück Leder ein Schuh wird, aus einem Stück Knochen ein Schmuckstück oder ein Esswerkzeug entsteht. Kaufen geht übrigens auch.

Schon am Donnerstag wird Michael von der Mühlen, Staatssekretär für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, die Häuser offiziell freigeben.

Normaler Eintritt. Erwachsene neun Euro, unter 18 Jahren frei.

Quelle: RP
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