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Sonsbeck
Das Dutzend ist voll: Bereits zum zwölften Mal Rock am Dick

Sonsbeck: Das Dutzend ist voll: Bereits zum zwölften Mal Rock am Dick
Sie bereiten das Rock-am-Dick-Festival in Sonsbeck vor: Die Aktiven der Allgemeinen Konzert Organisation Sonsbeck (ALKO SBK). FOTO: privat
Sonsbeck. 999 Gäste erleben in einer Woche wieder ein Festival der ganz besonderen Art: Trotz eines nur kleinen Budgets präsentieren die 60 Mitglieder der ALKO SBK in Sonsbeck in einem nach wie vor überschaubaren Rahmen Rockmusik vom Feinsten. Von Heinz Kühnen

Das Dutzend ist voll: Bereits zum zwölften Mal setzt die Allgemeine Konzertorganisation Sonsbeck (ALKO SBK) am Samstag, 15. August, auf das Prinzip "selbst- und handgemacht" - mit vielen freiwilligen Helfern und vor allem nicht kommerziell. Ab 16 Uhr werden die Pforten zum Rock am Dick-Festival 2015 geöffnet.

Getreu dem Motto "von der Szene, für die Szene" wurde auch ein handverlesenes Line-Up zusammengestellt. Sahra Kraschewski vom Veranstalter ALKO SBK: "Die Besucher erwartet Skacore von The Prosecution, Horror-Punk von The Crimson Ghosts, Liedfett ohne klar definierbare Grenzen, der Selfmade-Man Boss Capone, die Ska-Reaggae & Rocksteady-Kapelle Masons Arms aus Köln, die langersehnte 8core-Metallband Black 8 Balls und die gemächlichen Newcomer Barber's Clerk aus Xanten." Zusätzlich gibt es in diesem Jahr ein Warming-Up des Good Boy Soundsystem, dass die Besucher bereits während der Wartezeit vor dem Bauzaun mit einer Auswahl von massive Rocksteady bis Roots Dub Sounds begrüßt.

Und auch das gibt es wieder: Keine überfüllte Wiese, keine 1000 Zuhörer. Die Besucherzahl ist auf 999 Besucher limitiert. Sandra Kraschewski: "Wachsen will die ALKO SBK inhaltlich, hin und wieder neue musikalische Wege gehen und sich dennoch treu bleiben, um auf diese Art und Weise den Fans und allen freiwilligen Helfern einen der schönsten Tage des Jahres zu ermöglichen." Der Rückhalt, den die Organisatoren von den ortsansässigen Unternehmen, den Behörden und auch ihren Familien erhalten sei gigantisch. Auch in Zukunft solle es deshalb möglich sein, zusammen mit Vielen aus Sonsbeck und in Sonsbeck diese Veranstaltung zu realisieren: "Da müssen die Dimensionen überschaubar bleiben."

Nach der Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2013 mit 1500 Gästen, ging es bereits im vergangenen Jahr wieder etwas beschaulicher zu. Die Obergrenze von 999 Besuchern wird auch deshalb beibehalten, damit die Arbeitsbelastung der mehr als 50 freiwilligen Helfer gering ist und die Freude und der Spaß überwiegen können.

Bei Rock am Dick handele es sich schließlich nach wie vor um ein Low-Budget-Festival, sagt Sandra Kraschewski. Die Mitglieder und Freunde der ALKO SBK verwandeln an den Tagen vor dem Festival eine in der Regel "landwirtschaftlich genutzte Fläche" zu einem Veranstaltungsort, der in der näheren Umgebung seines Gleichen sucht. ALKO SBK versucht, den meist jungen Besuchern (ab 16 Jahren), für möglichst wenig Geld viele Bands und eine Menge Spaß zu bieten. Der besondere Clou des Festivals ist, dass der Eintrittspreis seit jeher den ganztägigen Verzehr von Bier sowie Wasser beinhaltet.

Die auftretenden Bands stammen aus verschiedenen Bereichen der Rockmusik (Ska, Punk, Metall, Hardcore, Crossover usw.) und sind meist aus der Region [Vorstellung der Bands folgt]. Seit 2006 wird verstärkt versucht, überregional bekannte Bands an den Niederrhein zu locken. Auch wird in der Regel einem Special-Guest aus dem Newcomer-Bereich die Möglichkeit geboten sich auf der großen Bühne zu präsentieren. Die Planungen beginnen etwa sechs Monate vor dem traditionellen Termin am ersten Wochenende nach den Sommerferien. Die Umsetzung beginnt dann wenige Tage vor dem Festival und wird von den etwa 50 Mitgliedern und weiteren Helfern in deren Freizeit gestemmt. Und dazu, so Sandra Kraschewski, gehöre auch das: Es gibt nicht Wenige, die sich extra Urlaub nehmen oder Klausuren und Abgaben in der Uni verschieben, um bei der Umsetzung dabei zu sein." Und weiter: "Ohne Frage; es ist mit sehr viel Arbeit und Einsatz eines jeden einzelnen verbunden, das Ergebnis macht den Stress, die Organisation und die ganze Schufterei jedoch doppelt wett."

Quelle: RP
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