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Xanten
Das Hotel darf gebaut werden

Xanten: Das Hotel darf gebaut werden
Neue Animationen zeigen, wie das Hotel aussehen wird. Auf 17.000 Quadratmetern Fläche soll ein Premium-Hotel entstehen. FOTO: Jaeger
Xanten. Eines der größten Bauprojekte der letzten Jahrzehnte in Xanten ist in trockenen Tüchern. Von Peter Kummer

Der Investor steht fest, die Baugenehmigung liegt seit gestern dem Bauherrn vor. Im kommenden Frühjahr ist der Spatenstich für das große Hotel auf der Eselsweide vor den Toren der Stadt. Etwa 16 Monate später soll das Haus eröffnen, das über 120 Zimmer, individuell gestaltbare Tagungsräume, Restaurant und vermutlich auch über einen großen Wellnessbereich verfügen wird. Das sei ein Meilenstein für die Entwicklung der Stadt, betonte gestern Bürgermeister Thomas Görtz, als er die Baugenehmigung überreichte und damit auch offiziell den Startschuss gab.

Der Bau eines Hotels ist seit Jahren immer wieder in der Diskussion; seit 2013 nahm die Planung konkrete Formen an. Im Dezember 2015 wurde der letzte Kaufvertrag für die Grundstücke zwischen der Firma Theunissen und dem Nibelungenkreisel unterschrieben.

Investor, Betreiber und Architekt bei der Übergabe der Baugenehmigung (v.l.): Franz-Josef Grewing, Sascha Konter, Simon Meier und Otfried Jäger. FOTO: Fischer

Da das Gelände in Richtung B 57 abfällt, ist es mal zwei-, mal dreigeschossig. Somit wird es den Blick von der Südsee auf die Kernstadt nur teilweise einschränken. "Die Stadtsilhouette bleibt im wesentlichen erhalten", erläuterte Otfried Jäger vom gleichnamigen Architektenbüro in Wesel.

Auf dem über 17.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Premium-Hotel mit 120 Zimmern à 24 Quadratmeter auf drei Etagen. 20 Zimmer sind als großzügige Juniorsuiten konzipiert mit 34 Quadratmetern. Der Tagungsbereich mit der Restauration ist vom Übernachtungsflügel getrennt und kann variabel unterteilt werden. Es wird einen Biergarten geben und ein A-la-Carte-Restaurant auf der Dachterrasse.

Aber das Hotel richtet sich nicht nur an die Veranstalter von Tagungen und Events, sondern ebenso an Einzelpersonen und Touristen. Man sehe sich nicht als Konkurrent zu den ansässigen Bettenanbietern, betonte Sascha Konter, Mit-Geschäftsführer des künftigen Betreibers Signo Hospitality GmbH. "Wir möchten anderen nichts wegnehmen." Darum werde man auch die örtlichen Zimmerpreise nicht unterbieten. Vielmehr setzt Konter darauf, dass das Hotel auch international für die Stadt Xanten werben wird. Man wolle langfristig bleiben, betonte er weiter. Darum habe man mit dem Grundstückseigner einen 20-Jahres-Vertrag mit Option auf weitere fünf Jahre abgeschlossen. "Wir sind davon überzeugt, genau das richtige Produkt für diesen Standort zu haben. Ich bin von Woche zu Woche begeisterter, was hier möglich ist." Über die Investitionssumme schweigen sich alle Beteiligten aus. Gleiches betrifft den Namen des künftigen Hotels. Der soll erst anlässlich des Spatenstichs bekanntgegeben werden. Andernorts arbeitet das Unternehmen, wie auf der Homepage des Betreibers www.signohc.com aufgeführt ist, international mit starken Franchisepartnern wie Marriott und Best Western zusammen.

In der Entwurfphase ist noch ein angegliederter Wellnessbereich mit 1500 Quadratmeter Nutzfläche, der von einem anderen Anbieter gemanagt werden soll. Entsprechende Gespräche laufen allerdings schon; dieses Angebot soll in zwei Jahren zeitgleich mit dem Hotel öffnen. Geplant sind Saunen innen und außen, ein Schwimmbecken und Angebote für Behandlungen. Die Wellnessangebote sollen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Quelle: RP
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