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Sonsbeck
Das Leader-Geld fließt - jetzt kann es endlich losgehen

Sonsbeck. Gute Nachrichten aus Sonsbeck: Die Mühe der vergangenen Monate ausgezahlt. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat der Leader-Arbeitsgemeinschaft Niederrhein den Bewilligungsbescheid für die Förderperiode 2016 bis 2022 übersandt. Dies teilte die im Sonsbecker Rathaus angesiedelte Geschäftsstelle des Gemeindeverbunds mit, der mit dem EU-Programm "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) in den nächsten Jahren Fördergelder in Höhe von 2,3 Millionen Euro für Gemeinschaftsprojekte vermitteln kann.

Ein intensiver Bewerbungsprozess der Kommunen Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten unter Einbindung vieler Bürger hatte im vergangenen Jahr zur erfolgreichen Anerkennung als Leader--Region "Niederrhein: natürlich lebendig!" geführt. Im August wurde daraufhin die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Niederrhein e.V. gegründet. Der Vorstandsvorsitzende Leo Giesbers konnte nach der Bewerbungsphase auf vielfältige Ideen zurückgreifen und hoffte auf eine schnelle Umsetzung.

Doch zunächst mussten noch hohe bürokratische Hürden überwunden werden. Die Leader-Region befand sich im fördertechnisch korrekt ausgedrückten "vorzeitigen Maßnahmenbeginn". Nur so konnte bereits zu Beginn des Jahres das Regionalmanagement mit Kristin Hendriksen und Beate Pauls besetzt werden und seine Arbeit aufnehmen. Das Grundsatzpapier der Region, die "Regionale Entwicklungsstrategie (RES)" musste nach den genauen Vorgaben des Ministeriums für Klima, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW überarbeitet werden. Für alle Beteiligten, vor allem für die mittlerweile 72 Mitglieder des Vereins, war dies eine Durststrecke.

Doch nun ist er endlich da: Der Bewilligungsbescheid für die Arbeit der LAG und des Regionalmanagements. Insbesondere werden hiermit die Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsmöglichkeiten für alle Interessierten gefördert. "Für uns ist das der Startschuss in eine erfolgreiche Umsetzungsphase", so Kristin Hendriksen. "Im Rahmen von Veranstaltungen in den Kommunen im Herbst wollen wir weiter an die Bewerbungsphase anknüpfen", ergänzt Beate Pauls. Hier gebe es dann die Gelegenheit, sich mit anderen Akteuren themenbezogen zu vernetzen und Projektideen zu entwickeln oder weiter auszuarbeiten. Zudem werden in der Förderphase alle Ideengeber kontaktiert. "Wir freuen uns auch, wenn Bürger mit Projektideen den Kontakt zu uns suchen, unabhängig davon, ob sie in der Bewerbungsphase mitgewirkt haben oder nicht", so Kristin Hendriksen. "Wir beraten über Förderfähigkeit von Projekten und helfen, Förderstrukturen zu erarbeiten."

Kontakt 02838 36148, kristin.hendriksen@sonsbeck.de; Sprechzeiten im Rathaus Sonsbeck: di 14-16 , mi 9-12 Uhr und nach Vereinbarung.

(hk)
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