| 00.00 Uhr

Xanten
Das Problem mit der Flüchtlingszahl

Xanten. In Xanten leben derzeit 235 Personen (Stand: 1. März 2018), die als Flüchtlinge in die Domstadt gekommen sind. Allerdings befinden sich davon 76 Personen - die sogenannten Rechtskreiswechsler - nicht mehr in einem aktuellen Asylverfahren. Von den restlichen 159 Personen müssten eigentlich noch 30 weitere abgeschoben werden. "Aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel fehlende Ausweispapiere, ist das allerdings noch nicht erfolgt. Bleiben aktuell 129 Flüchtlinge, die wir mit dem Land Nordrhein-Westfalen abrechnen können." Das gab Bürgermeister Thomas Görtz am Dienstagabend im Sozialausschuss bekannt. Damit machte er auch auf das Problem mit der tatsächlichen Anzahl der Flüchtlinge und den dadurch entstehenden Kosten für die Stadt Xanten aufmerksam. Diese würden sich tagtäglich ändern und seien schlecht vorherzusagen.

Fest steht allerdings, dass seit Januar 2017 das System, mit dessen Hilfe die Zahl der Flüchtlinge erfasst sowie ihre Verteilung organisiert wird, umgestellt wurde. Seither ist eine monatsgenaue Auswertung der meldefähigen Personen möglich. Für Xanten ergibt sich dadurch folgende Statistik: Den Höhepunkt der Flüchtlingswelle erlebte die Stadt - wie so viele andere auch - im Jahr 2016. Damals gab es insgesamt 745.545 Asylanträge. Zum Vergleich: 2010 waren es nur 45.589. Erst ab 2013 gab es einen signifikanten Anstieg. Damals lagen 127.023 Anträge vor.

2014 waren es schon 202.834, 2015 dann insgesamt 476.649. Im vergangenen Jahr ging die Zahl wieder auf 222.683 Anträge zurück. Die meisten Flüchtlinge in Xanten (45 Prozent) kommen aus dem Irak. Es folgen Russland (12 Prozent) und Afghanistan (8 Prozent). Deutlich mehr als die Hälfte der Männer und Frauen sind zwischen 19 und 45 Jahre alt.

(jul)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Xanten: Das Problem mit der Flüchtlingszahl


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.