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Sebel
Das sind harte Zeiten für Musiker

Sebel: Das sind harte Zeiten für Musiker
Sebel kommt am Freitag, 14. August, zum 16. MAP-Festival in Rheinberg und macht Musik am Pulversturm. FOTO: Thomas Soleckie
Xanten. Er nennt sich "Sebel" und ist mal solo als Singer/Songwriter, mal mit Rockband, mal begleitet von Cello und Violine unterwegs. Am 15. August tritt der Ruhrgebiets-Musiker zum zweiten Mal beim MAP-Festival am Pulverturm auf und freut sich darauf.

Rheinberg/Recklinghausen Sebel ist nicht nur Rock-Musiker, sondern auch Fotograf und Filmer. Im Moment ist er vor allem als Musiker unterwegs. Besucher des MAP-Festivals Mitte August dürfen sich auf den sympathischen Wanne-Eickler freuen. Die RP hat sich an seinem Wohnort Recklinghausen mit Sebel über sein kommendes Album, seinen Auftritt beim MAP 14 vor zwei Jahren und über die schweren Zeiten, in denen Musiker heute unterwegs sind, unterhalten. Am Freitag, 14. August, gegen 21.30 Uhr, ist Sebel mit seiner Band beim MAP-Festival am Pulverturm zu hören.

Du bist nicht nur alleine oder mit Rockband unterwegs, sondern auch mal mit Cello und Geige. Was macht Dir von den Sachen am meisten Spaß?

sebel Die Abwechslung macht's, finde ich. Ich kann nicht sagen, was mir am meisten Spaß macht. Alles hat seinen eigenen Reiz. Solo kann man die Songs intensiv spielen. Man ist alleine mit seiner Akustikgitarre auf der Bühne, ganz ohne Show. Das ist pur. Dann die Sache mit Cello und Geige macht unheimlich Spaß, wenn wir in kleinen Theatersälen oder so spielen. Das Publikum in Theatersälen sitzt und hört ganz anders zu. Auf der anderen Seite: Festival, viele Besucher sind besoffen, grölen rum. Da drehen wir die Verstärker auf und versuchen dann dagegenzuhalten.

Erinnerst Du Dich noch an deinen Auftritt im vorletzten Jahr auf dem MAP in Rheinberg? Wie fandest Du es?

Sebel Ja, da erinnere ich mich sehr gut daran. Wir sind eigentlich mit dem Motto auf die Bühne gegangen "Mal gucken, wie das wird". Aber vom ersten Song an hat uns das Publikum motiviert, Gas zu geben. Die Atmosphäre in der Nähe vom Pulverturm war super.

Das Jahr ist nun schon zur Hälfte rum. Was waren Deine Pläne am Anfang des Jahres? Hast Du sie erreicht?

Sebel Ich bin eigentlich seit über einem Jahr damit beschäftigt, das neue Album an den Start zu bringen. Für mich müsste das auch eigentlich viel schneller gehen. Aber es ist halt so, dass es im Moment eine ganz schwere Zeit ist, in der man als Musiker unterwegs ist. Dass das Album nicht am Start ist, ist schade und macht mich traurig. Man ist im Kopf viel weiter. Ich schreibe weiter und nehme weiter auf. Es könnte jetzt auch schon der Anfang des dritten Albums sein, und das zweite ist noch nicht draußen. Eigentlich ist man immer zwei, drei Jahre voraus und muss dann hinterherhinken, um das Zeug irgendwie loszuwerden und zu verkaufen. Das nervt total.

Dein eigentliches Ziel lautet also, das neue Album nun endlich rauszubringen?

sebel Genau, das einzige Ziel, was gerade im Kopf ist, ist einfach, dass das Album veröffentlicht wird, dass es draußen ist und dass man weitermachen kann. Wir hätten definitiv in diesem Sommer mehr Festivals gespielt, wenn ein Album da gewesen wäre. Deswegen gibt es im Moment auch so wenig Auftritte. Das kotzt mich total an.

Was kann man von Deinem bevorstehenden Auftritt auf dem MAP in Rheinberg erwarten? Vielleicht auch neue Lieder?

sebel Ja, neue Lieder auf jeden Fall. Nur mit der Besetzung bin ich mir noch nicht sicher. Ich mache das immer spontan, so ein, zwei Wochen vorher.

Bis jetzt sind die meisten neuen Lieder wie "Radiomann" sehr eingängig und eher im Bereich "Liedermacher" angesiedelt. Wo ist der Rock'n'Roller Sebel?

Sebel Der kommt wieder! Nur das nächste Album will ich einfach so melancholisch haben. Beim ersten Album war es so, dass es mit der Stimmung immer auf und ab ging. Jetzt möchte ich mit dem Album eine ganz bestimmte Stimmung erzeugen und das über das ganze Album hinweg.

RICHARD DIESING UND HANNES WUNDER FÜHRTEN DAS INTERVIEW.

Quelle: RP
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