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Unsere Woche
Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter und Mütter

Xanten. Einen interessanten Aspekt hat René Schneider in die Debatte um die Sonntagsöffnung in der Touristenstadt Xanten getragen.

Er sagte wörtlich: "Souvenirs, Devotionalien, alles was einzigartig ist für Xanten, können nach wie vor an 40 Sonntagen im Jahr feilgeboten werden. An der ein oder anderen Stelle könne man im Sortiment nachsteuern, um rechtlich einwandfrei zu agieren." Bisher war man davon ausgegangen, dass eine Buchhandlung am Sonntag zwar den Xanten-Reiseführer oder die Radwanderkarte verkaufen darf, nicht aber den aktuellen Roman von John Grisham, auch wenn der Gast ihn abends im Hotel lesen möchte. Oder dass zwar der Xantener Tee über die Ladentheke gehen darf, aber kein Roiboss-Tee aus Südafrika. Wenn Scheider rechtssicher aus Düsseldorf mitbringt, dass bei entsprechenden touristischen Artikeln auch der Rest des Sortiments verkauft werden darf, dürfte schnell die Luft aus der Debatte sein.

Ansonsten wäre das genau die Stelle, an der Schneider im Landtag nachbessern sollte. Gar nicht schnell genug konnten die Bundestagsabgeordneten mitteilen, dass die stolze Summe von 250.000 Euro für die Restaurierung der Domfenster fließen wird. Gehen wir davon aus, dass alle, egal für welche Partei ihr Herz schlägt, ihre Arbeit gemacht und an den richtigen Stellen für das Projekt geworben haben. Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter - und auch Mütter, besonders wenn Wahltermine nahen.

Aber das ist auch egal: Gut angelegt ist das Geld in Xanten auf jeden Fall. Völlig richtig ist die Entscheidung der Rheinberger Verwaltung, wie vom Rat empfohlen, eine zweite rechtliche Meinung in Sachen Gelände am Pulverturm einzuholen und sich nicht allein auf die Angaben des Verwaltungsjuristen Christoph Blömer zu verlassen. Denn um die schwierige Situation zu lösen, bedarf es absoluter Rechtssicherheit.

Trotz alledem - genießen Sie Ihr Wochenende!

dirk.moewius@rheinische-post.de

Quelle: RP
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