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Sonsbeck
Der Klimaschutz bekommt ein Gesicht

Sonsbeck. Miriam Brune (27) managt seit dem 3. Juli den Klimaschutz in Sonsbeck. Die Moerserin will auch in Kindergärten und Schulen ansetzen. Von Heidrun Jasper

"Tough" würde die junge Frau gut beschreiben, die Anfang des Monats ein Büro im Rathaus bezogen hat und den Klimaschutz in Sonsbeck managen soll: Miriam Brune, gebürtig aus dem Rheinland und zwei Jahre in Hamburg tätig, ist seit dem 3. Juli Klimaschutzmanagerin in der kleinesten Gemeinde im Kreis Wesel und wird jetzt das Klimaschutzkonzept umsetzen, das der Rat schon vor einiger Zeit verabschiedet hat. "Der Klimaschutz bekommt jetzt ein Gesicht", freute sich Bürgermeister Heike Schmidt, als er jetzt mit Georg Tigler, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen, die 27-jährige Kollegin vorstellte.

Geografiestudium mit Spezialisierung auf den Klimawandel, Bachelor in Bonn, Master in Bayreuth, diverse Praktika, nach dem Ende des Studiums eine Stelle am Wissenschaftlichen Institut "Climate Service Center Germany" in Hamburg und jetzt Klimaschutzmanagerin in Sonsbeck: Miriam Brune, die sich aus privaten Gründen wieder Richtung Rheinland orientiert hat und in Moers wohnt, freut sich auf die Aufgaben, die auf sie warten.

Ihre Vollzeitstelle im Rathaus wird drei Jahre lang vom Aktionsbündnis Klimaschutz im Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gefördert.

"Hitzewellen, Starkregen sind Folgen des Klimawandels, die nicht mehr zu vermeiden sind", sagt Miriam Brune, die drei Punkte in dem Klimaschutzkonzept der Gemeinde begleiten, umsetzen und koordinieren will: planen-bauen-sanieren, Energieeffizienz in Unternehmen, Einsatz erneuerbarer Energien. Und sie hat sich in der kurzen Zeit, die sie erst im Rathaus arbeitet, auch schon konkrete Projekte vorgenommen. Zum einen will sie Umweltbildung bei Kindern und Jugendlichen fördern und in Kindergärten und Schulen gehen.

Zum zweiten möchte sie das Stadtradeln auch in Sonsbeck installieren, an dem sich Städte und Gemeinden beteiligen, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben. Rheinberg zum Beispiel ist schon von Anfang an dabei, sprich seit zehn Jahren. Ziel ist es auch dieses Jahr, an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, im Team (Minimum zwei Personen). 600 Kommunen machen mit, für Sonsbeck gibt es schon ein konkretes Datum: 10. bis 30. September. Angesprochen ist jeder, der in Sonsbeck wohnt oder arbeitet. Registrieren kann man sich unter www.stadtradeln.de.

Auch die Verwaltung stellt ein Team, auch Bürgermeister Heiko Schmidt will in dem Zeitraum "versuchen, möglichst CO2-frei zu bleiben". Fachbereichsleiter Georg Tigler hat sich fest vorgenommen, jeden Morgen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren - 15 Kilometer von Ginderich nach Sonsbeck. Und natürlich wieder zurück.

Zudem möchte Miriam Brune das Thema Planen, Bauen und Sanieren nach vorne bringen. In dem Zusammenhang wies die neue Klimaschutzmanagerin auf die kostenfreie Energieberatung von Akke Wilmes von der Verbraucherzentrale NRW, Architekt und Diplom-Ingenieur für ökologisches Bauen, hin, der zwei Mal im Monat dienstags nach Sonsbeck kommt.

Die nächsten Termine: 1. August von 13 bis 16 Uhr, 15. August von 9 bis 16 Uhr, 5. September von 13 bis 16 Uhr und - ausnahmsweise an einem Montag - am 18. September von 9 bis 16 Uhr. Beratungstermine können im Rathaus unter Tel. 02838 36101 oder per E-Mail wesel.energie@verbraucherzentrale.nrw vereinbart werden.

Quelle: RP
 
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