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Kreis
Der Literaturpreis und das Meer

Kreis. Zum 19. Mal lobt die Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens den Literaturpreis "Gesucht: junger Goethe" aus. Das Thema des diesjährigen Autoren-Wettbewerbs lautet: "Am Meer". Von Anja Katzke

wesel Das Meer beflügelt die Fantasie: Man könnte über Sturm und Stille oder Ebbe und Flut viele Geschichten schreiben. Viele Texte erhofft sich auch die Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens. "Es sollten Texte sein, die nicht ganz so traurig und düster sind", betont Marie-Luise Hülsberg von der Moerser Gesellschaft. 1998 hat die Gesellschaft zusammen mit der Volksbank Niederrhein den Literaturwettbewerb für Nachwuchsautoren ins Leben gerufen. Junge Autoren vom Niederrhein im Alter von 16 bis 45 Jahren haben die Möglichkeit, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die besten drei Geschichten werden mit Geldpreisen in Höhe von 4350 Euro honoriert.

Der Moerser Literaturpreis hat einen guten Klang bei Autoren. Für viele war er ein erster Einstieg ins professionelle Schreiben. "Auf der Leipziger Buchmesse haben wir Susanne Goga getroffen. Sie hatte 2012 den Literaturpreis gewonnen", sagt Manfred Niessen, der mit Marie-Luise Hülsberg in der Jury sitzt. Weitere Preisträger waren unter anderem Uwe Brosch, Ulrich Steuten, Thomas Hoeps, Markus Orth und Andrea Reichert, die zurzeit mit ihrem Roman "Wer als Erster das Meer sieht" die Leserschaft begeistert.

Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, freut dieser Erfolg der Moerser Autorin. "Wir haben zwei Lesungen mit Andrea Reichert veranstaltet. Beide waren rappelvoll. Wir sehen uns in der gesellschaftlichen Verantwortung, eine lebendige und kreative Kunst- und Kulturszene in unserer Region zu erhalten und zu fördern", betonte Lohmann. Ziel sei es, begabte junge Autoren und Autorinnen aufzuspüren, sie zum literarischen Schreiben zu motivieren und zu ermutigen, damit an die Öffentlichkeit zu treten. "Und wir wollen die Menschen dazu bewegen, zu einem Buch zu greifen." Schirmherr des diesjährigen Literaturpreises ist Okko Herlyn. Er war Professor für Theologie in Bochum und ist seit vielen Jahren als niederrheinischer Kleinkünstler und Autor bekannt. Die Mitglieder des Moerser Gesellschaft zur Förderung des literarischen Lebens rechnen mit bis zu 120 Einsendungen mit Geschichten zum Thema "Am Meer." Die Jury setzt sich aus sieben Personen zusammen, der Preisträger des Vorjahres gehört immer dazu. Gefragt sind unveröffentlichte Prosa-Texte in deutscher Sprache. Es kann sich auch um Auszüge aus größeren Werken handeln. Die Texte sollten fünf DIN A4-Seiten nicht überschreiten, maschinengeschrieben und in siebenfacher Ausfertigung mit einem Codewort versehen sein. Die Autoren sollten ein Extra-Blatt mit Namen, Geburtsjahr, Anschrift und Telefonnummer beilegen. Die Beiträge sind an folgende Anschrift einzusenden: Moerser Gesellschaft, c/o Bibliothek, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 47441 Moers.

Einsendeschluss: 10. Juli.

Quelle: RP
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