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Sonsbeck
Der Rat stimmt für neue Regeln im Kastell

Sonsbeck. Wenn es nach Manfred Hegmann ginge, würde das Kastell nicht länger als Veranstaltungsgebäude genutzt, sondern an anderer Stelle in der Gemeinde eine Multifunktionshalle errichtet. "Jetzt haben wir es also endlich schwarz auf weiß. Die Beschwerden der Nachbarschaft, die seit der Eröffnung des Kastells vorlagen, waren und sind weitestgehend berechtigt", so der BIS-Sprecher. Von Heidrun Jasper

Das Kastell habe nie die technischen Anforderungen für einen abendlichen Veranstaltungsbetrieb insbesondere bei elektronisch verstärkter Musik erfüllt, sagte er. Der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft Bürger in Sonsbeck (BIS) nahm in seiner Erklärung, die er im Rat verlesen hat, Stellung zur Änderung der Benutzungsverordnung für die Begegnungsstätte neben dem Rathaus (die RP berichtete). Die Änderung ist Ergebnis einer Mediation zwischen Verwaltung und Nachbarn, die mit einem Vergleich endete. Wichtigste Neuerung: Es gibt nur noch zehn Veranstaltungen "mit intensiver Beschallung" im Jahr. Und, so wollen es die Politiker: Im Kastell darf nicht mehr geraucht werden. Einzig die BIS hatte sowohl im Hauptausschuss als auch jetzt im Rat gegen die neue Nutzungsordnung gestimmt.

Bürgermeister Heiko Schmidt bestätigte, dass die Nutzung nachlasse. Die Zahl der Privatfeiern im Kastell sei zurückgegangen, auch das SON'Theater, das die gute Stube der Gemeinde bislang stets bis zu neun Mal für seine Theaterabende gebucht hatte, hat sich vorläufig zurückgezogen, weil sich das Laientheater neu sortieren will. Aber: "Auch mit kleinen Schritten kommt man vorwärts", verwies Schmidt unter anderem auf die beiden gut besuchten Kabarettabende im Kastell. Von einer "Investitionsruine" könne man sicher nicht sprechen, so ein CDU-Ratsherr an die Adresse von Manfred Hegmann.

SPD-Sprecherin Christa Weidinger regte einen Arbeitskreis an, der sich Gedanken darüber macht, wie man das Kastell mit mehr Leben füllen kann. "Wenn wir hier mehr Veranstaltungen reinholen wollen, müssen wir ganz genau gucken. Das wird nicht einfach", betonte Schmidt. "Der große Wurf kann uns hier nicht gelingen", ergänzte Fachbereichsleiter Manfred van Rennings, der mit Zahlen aufwartete: 36 mal wurde das Kastell für verschiedene Zwecke angemietet, 20 mal für kulturelle Veranstaltungen, 18 gemeindeeigene kamen 2015 hinzu, Sitzungen der politischen Gremien nicht eingerechnet.

"Was wir hier beraten, ist nur die Nutzungsordnung, über die wir zu entscheiden haben. Um mehr geht es nicht", stellte CDU-Fraktionschef Josef Elsemann klar. Genauso sah es auch FDP-Ratsherr Jürgen Kühne.

Quelle: RP
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