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Sonsbeck
Der Stylist macht den Pudel schön

Sonsbeck: Der Stylist macht den Pudel schön
Arnd Lohmann frisiert seinen Pudel Yoko in seinen Geschäftsräumen. Er hält nichts davon, Hunde zu fixieren. Deshalb behandelt er auch keine Tiere, die beißen oder sich gar nicht beruhigen lassen - das würde die Tiere nur noch mehr verunsichern. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Arnd Lohmann frisiert gern Haare - Hundehaare. Der 51-Jährige betreibt in der Sonsbecker Schweiz den Hundesalon "Dogstyling", in dem er mit viel Zuspruch und Ruhe den Vierbeinern zu einem ansprechenden Äußeren verhilft. Von Rita Hansen

Sein Sinn für Ästhetik spiegelt sich in seinen Bildern ebenso wie in seiner Arbeit im Hundesalon. Klare Formen, exakte Schnitte, Liebe zum Detail - wenn Arnd Lohmann einen Hund frisiert, soll hinterher alles stimmen. Er ist professioneller Hundepfleger und stellt hohe Ansprüche an seine Arbeit, sagt er. Auch die Aussage "Die Mischung macht es" passt bei ihm auf Hobby wie auf Beruf. Künstlerisch setzt er verschiedene Stile um. Bei der Hundepflege kümmert er sich um verschiedene Rassen. West Highland Terrier stehen bei ihm ebenso für das Waschen-Schneiden-Föhnen-Programm auf dem Tisch wie Shih Tzu, Yorkshire Terrier oder Pomeranian.

Nach einem Bandscheibenvorfall im Jahr 2007 hebt der Sonsbecker nur noch Hunde bis zu 20 Kilogramm auf den Frisiertisch. Behandelt werden seine vierbeinigen Kunden, als wären sie seine eigenen Hunde. So wie die drei Monate alte Pudeldame Yoko, die selbstbewusst in Herz und Leben des 51-Jährigen getänzelt ist. Privat sind Pudel mit ihrer Charakterstärke seine Favoriten. Das zeigen der quirlige Welpe und die Wanddekoration im Salon.

Der Raum ist groß und klar strukturiert. Die Hunde sollen sich wohlfühlen. Schließlich seien viele der Tiere wie Kinder für ihre Besitzer. "Es muss den Tieren gut gehen, wenn sie bei mir sind. Ich arbeite mit ganz viel Zuspruch", erklärt Arnd Lohmann. Laute Stimmen würden die Hunde nur verunsichern. Auch vom sogenannten Aufhängen beziehungsweise Fixieren hält er nichts. Hunde, die beißen oder sich gar nicht beruhigen lassen, behandelt er nicht. "Das würde sie nur noch mehr verunsichern."

Eine gewisse Grundpflege setzt der gelernte Friseur bei seinen Kunden voraus. Nicht etwa, weil er kein verfilztes Fell bearbeiten mag. "Einen solchen Hund kann ich nur komplett nackt scheren, um das Fell vernünftig nachwachsen zu lassen. Das möchte keiner haben und wird daher mir angelastet. Wie der Hund zuvor aussah, davon spricht meist keiner", erklärt er. Den Luxus, so handeln zu können, habe er sich in den vergangenen 15 Jahren erarbeitet.

Begonnen hat der Hundepfleger 2001 mit einem Salon in Xanten nach einer mehrmonatigen Ausbildung in Duisburg. Dort lernte er auch, Ausstellungs-Styling zu schneiden. Ausstellung und Alltag im Salon könne man nicht miteinander vergleichen. "Für Ausstellungen schneidet man noch einmal ganz anders. Es gelten andere Kriterien."

Nach einem Standortwechsel nach Wesel erlitt Arnd Lohmann einen Bandscheibenvorfall, wegen dem er sofort operiert wurde. Monate der Regeneration folgten. 2008 eröffnete er "DogStyling" in der Sonsbecker Schweiz, seit Juni vergangenen Jahres befindet sich der Hundesalon jetzt in der Landdrostsche Huf 17.

Weitere Infos per E-Mail unter dog.styling@t-online.de.

Quelle: RP
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