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Xanten
Der Viktor-Dom wird zum Fledermaus-Hotel

Xanten: Der Viktor-Dom wird zum Fledermaus-Hotel
Paul Schnitzler und Regina Müller, Hannelie Steinhoff, Sparkassenvorstand Frank-Rainer Laake, Küster Bruno Müller und Dr. Wilhelm Podlatis freuen sich über drei neue Roll-Up-Banner für das Projekt "Gottes Haus für Fledermaus". FOTO: privat
Xanten. Die Naturschutzstiftung Niederrhein unterstützt das Projekt "Gottes Haus für Fledermaus" der Biologischen Station Wesel.

17 verschiedene Fledermaus-Arten gibt es im Kreis Wesel. Damit die nützlichen Säugetiere auch in Zeiten energetisch versiegelter Häuser einen sicheren Unterschlupf finden, unterstützt die Naturschutzstiftung Niederrhein seit 2005 das von der Biologischen Station Wesel ins Leben gerufene Projekt 'Gottes Haus für Fledermaus'. Seither bauen unter Anleitung der Biologen Regina Müller und Paul Schnitzler Schüler und Mitglieder kirchlicher Jugendgruppen spezielle Fledermauskästen für die Dach-stühle von Kirchen und übernehmen Pflege-Patenschaften. "Inzwischen machen schon über 30 Gotteshäuser im Kreis Wesel mit", sagt Stiftungsrat Dr. Wilhelm Podlatis.

Zum größten Fledermaus-Hotel entwickelt sich seit 2014 der Xantener Dom. Das imposante Bauwerk verfüge zwar über verschiedene Dachböden, Wendeltreppen, Seitenanbauten und Türme, so Biologin Regina Müller, "aber erst seit wir dort Fledermauskästen angebracht haben, konnten wir das Angebot an geeigneten Verstecken und Hängeplätzen für die Tiere vergrößern". Und das sei gut für die Natur. Regina Müller: "Eine vier Zentimeter große Zwergfledermaus frisst in einer Nacht rund 2000 Mücken." Andere Arten ernähren sich von größeren Insekten, beispielsweise von Käfern, die Pflanzen und Baumbestände schädigen können.

Zum größten Fledermaus-Hotel in der Region entwickelt sich seit 2014 der Xantener Dom. FOTO: Armin Fischer

Die Naturschutzstiftung Niederrhein begleitet 'Gottes Haus für Fledermaus' nicht nur finanziell und ideell. Die Vorsitzende der Stiftung, Hannelie Steinhoff: "Wir wollen das wichtige Umweltprojekt bekannter machen." Dazu tragen ab sofort drei Roll-up-Banner bei, die im Xantener Dom anschaulich über die Tiere sowie das Kirchen-Projekt informieren. Steinhoff: "Bezahlen konnten wir die praktischen Präsentationsflächen mit dem Spendengeld aus der zweiten Girocents-Staffel." Bei der Ausschüttung Anfang des Jahres flossen 414,16 Euro an 'Gottes Haus für Fledermaus'.

Aktuell läuft die vierte Girocents-Runde, bei der über 2300 Kunden der Sparkasse am Niederrhein monatliche ihre Rest-Cents vom Girokonto für gemeinnützige Projekte abbuchen lassen. Spendenkonto: DE23 3545 0000 1101 1440 44. Infos im Netz unter www.naturschutzstiftung-niederrhein.de

Quelle: RP
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