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Sonsbeck
Deutschkurse im Ausstellungsraum

Sonsbeck. Die von ehrenamtlichen Sprachpaten geleiteten Kurse können in Sonsbeck nun an einem festen Ort an der Weseler Straße abgehalten werden. Hier können auch Arbeitskreise zusammenkommen und Besprechungen stattfinden. Von Rita Hansen

Die Sprach- und Integrationskurse für Flüchtlinge der Volkshochschule finden längst regelmäßig im Kastell und in der S'Grootenschule statt. Doch da gibt es bereits seit dem vergangenen Jahr auch die ehrenamtlichen Sprachpaten. Sie bitten ihre "Schüler" zum Beispiel ins Fraktionszimmer in der ersten Etage des Rathauses oder laden sie nach Hause ein. Doch auch für diese Kurse wurde - bereits seit einiger Zeit - ein eigener Standort gesucht. "Es ging uns darum, einen festen Raum zu haben, in dem das Lernmaterial hinterlegt werden kann und der nicht jedes Mal wieder für andere Zwecke umgebaut werden muss", erläutert Bürgermeister Heiko Schmidt den Hintergrund.

Bisher seien eben unterschiedliche Räumlichkeiten genutzt worden, was die Koordination teils schwierig machte. So wurde auch seitens der rund 20 aktiven Sprachpaten der Wunsch nach einem eigenen Raum geäußert, dessen Bestuhlung stehen bleiben kann und der sofort einsatzbereit ist. Und jetzt wurden sie auch fündig.

Die Sonsbecker Familie Orgassa hörte von der Suche und bot nun als Alternative den auf dem Firmengelände liegenden ehemaligen Ausstellungsraum an der Weseler Straße an. Der Showroom ist groß und lichtdurchflutet. Mit einem eigenen Sanitärbereich sowie einer integrierten Küchenzeile bietet er nicht nur für die Sprachkurse der Ehrenamtlichen, sondern auch für gelegentliche Nutzungen durch Arbeitskreise oder zu einem offenen Austausch optimale Voraussetzungen, wie der Sonsbecker Bürgermeister erfreut erklärt.

Die Bestuhlung stammt aus dem Möbellager der Hauptschule. Küchenzeile, Geschirr, Materialschrank und weitere Utensilien wurden aus einer Haushaltsauflösung kostenfrei zur Verfügung gestellt. So belasten die Kosten für die Einrichtung die Sonsbecker Gemeindekasse in "sehr überschaubarem Rahmen".

"Es ist wichtig, dass die ehrenamtlichen Helfer ihren eigenen Ort haben. Das gibt ihrer Arbeit noch einmal eine ganz andere Identität", sagt Heiko Schmidt. Zudem zeige es den Ehrenamtlichen, dass ihr Engagement wertgeschätzt werde. Und schließlich mach dieser Raum auch die Kurseinteilung für die Paten deutlich flexibler. Einige Kleinigkeiten fehlen allerdings noch. So soll beispielsweise eine Milchglasfolie an der Fensterfront für ungestörte Konzentration sorgen.

Einige Flüchtlinge sind bereits vertraut mit dem Raum. Sie halfen nämlich schon tatkräftig beim Umbau mit.

Quelle: RP
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