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Burglind Tepner
Die Akkordeon-Musikschule bleibt

Burglind Tepner: Die Akkordeon-Musikschule bleibt
Burglind Tepner ohne Akkordeon? Für viele Rheinberger ist das unvorstellbar. Näheres über die private Akkordeon-Musikschule erfährt man unter www.akkordeonorchester-rheinberg.de im Internet, FOTO: Olaf Ostermann (Archiv)
Xanten. Die Millingerin unterrichtet in der Alten Kellnerei. Ihr Angebot hat aber nichts mit der städtischen Musikschule zu tun.

Rheinberg Die Städtische Musikschule ist bald Geschichte (die RP berichtete) - die private Akkordeonschule Tepner bleibt. Die RP hat sich mit Burglind Tepner über ihre Einrichtung unterhalten. Die 66-Jährige denkt noch nicht daran, in den Ruhestand zu gehen.

Frau Tepner, zwei Dinge dürfen nicht miteinander vermengt werden: Ihre private Akkordeonschule ist auch in der Alten Kellnerei am Innenwall untergebracht, hat aber nichts mit der Städtischen Musikschule zu tun.

Burglind Tepner Richtig. Ich nutze seit 1994 einen Raum in der Alten Kellnerei, den ich von der Stadt gemietet habe. Ansonsten sind das zwei Paar Schuhe. Meine Schule wird es weiterhin geben.

Auch in der Alten Kellnerei? Momentan ist ja noch nicht klar, ob eventuell die Freie Musikschule Rosenberger-Pügner in das Gebäude zieht.

Tepner Ich hoffe, natürlich, dass ich weiterhin dort unterrichten kann. Bis jetzt habe ich nichts Gegenteiliges gehört.

Sie sind jetzt 66 Jahre alt. Aber Ruhestand ist offenbar ein Wort, das Sie noch nicht in den Mund nehmen.

Tepner Genau, daran denke ich noch nicht. Musik hält fit und jung. Das sehe ich auch daran, dass es im Akkordeonspielkreis, dem fünf ältere Damen angehören, ein Mitglied bereits 80 Jahre alt ist. Und auch in meinem Akkordeonorchester sind zwei 80-jährige Spieler, die noch engagiert und mit viel Freude dabei sind.

Wie lange besteht Ihre Schule schon?

Tepner Seit 44 Jahren. Damals war ich 22 Jahre jung und hatte gerade mein Musikstudium am Konservatorium in Duisburg, einer Nebenstelle der Folkwang-Hochschule, beendet.

In die Alte Kellnerei sind Sie erst 1994 gezogen, nachdem das historische Gebäude komplett saniert worden war. Wo haben Sie vorher unterrichtet?

Tepner In den alten Pavillons auf dem Schulhof des Amplonius-Gymnasiums, die aber längst abgerissen sind. In der Alten Kellnerei hat die Stadt damals ein Drei-Säulen-Modell verwirklicht. Es gab die Städtische Musikschule, eine private Geigenschule und meine Akkordeonschule.

Sind Sie gut ausgelastet?

Tepner Ja, ich habe genügend Schüler, wenngleich ich mich natürlich über jede Neuanmeldung freue. Zudem habe ich noch den Spielkreis und das Orchester. Mit den beiden Gruppen probe ich in unserem Haus in Millingen. Aus Platzgründen: Wir haben vor 26 Jahren einen Teil des Gartens unterkellert, so gibt es dort entsprechende Räume.

Wie sieht es mit ihrem Akkordeonorchester aus?

Tepner Ihm gehören momentan 13 Stammspieler an. Die jüngste ist 17, die ältesten wie gesagt 80 Jahre alt. Regelmäßig gibt es Vorspiele, die immer gut ankommen. Das freut mich natürlich sehr.

In der nächsten Woche kann man Ihre Gruppe in Rheinberg hören. Wo und wann genau?

Tepner Am Sonntag, 18. Juni, ab 15 Uhr findet das erste von Michael Wulf-Schnieders organisierte Kulturkonzert der Saison 2017 in der evangelischen Kirche Rheinberg unter dem Motto "Akkordeon - Musik zum Mitsingen" statt. Mit dabei ist neben dem Akkordeon-Spielkreis unter meiner Leitung auch das Blockflötenensemble "momentum musicale". Das Ganze läuft im Rahmen des Stadtfestes.

Sie wollen also die Zuhörer zum Mitsingen bringen?

Tepner Ja. Es werden flotte Melodien angestimmt. Als Gäste sind die Flötistinnen von "momentum musicale" dabei, die zeigen, dass auch Schlager und Evergreens auf Flöten gut klingen können. Der Eintritt ist frei, aber Spenden sind erwünscht.

UWE PLIEN FÜHRTE DAS INTERVIEW.

Quelle: RP
 
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