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Bewegen Hilft Das Sind Die Institutionen
Die BSG bringt Senioren in Bewegung

Bewegen Hilft Das Sind Die Institutionen: Die BSG bringt Senioren in Bewegung
Die Mitglieder der Behindertensportgemeinschaft treffen sich regelmäßig zum Bosseln im Vereinsheim am Pappelsee. Dort würden sie gerne auch eine Behindertentoilette einrichten. Außerdem möchte die Gemeinschaft so genannte Smoovey-Ringe anschaffen. FOTO: Christoph Reichwein
Xanten. Die Behindertensportgemeinschaft in Kamp-Lintfort setzt auf Breiten- und Seniorensport. Dazu kommen regelmäßige gesellige Treffen und gemeinsame Fahrten. Die Gemeinschaft besteht nun bereits seit 50 Jahren. Von Peter Gottschlich

KAMP-LINTFORT Ihren 50. Geburtstag feiert die Behindertensportgemeinschaft, die BSG, in der nächsten und übernächsten Woche. Doch der Name täuscht. "Natürlich haben wir auch Behinderte im Verein", sagt Vorsitzende Barbara Semmler. "Aber wir sind offen für alle. Besonders viele Senioren sind in der BSG aktiv."

Schließlich bietet die BSG zum einen Rehabilitationssport an, zum Beispiel Herzsport, Lungensport oder Rückensport. Zum anderen lockt sie mit Breiten- und Seniorensport, etwa Wassergymnastik, Nordic Walking, Pilates, Bosseln oder Hockergymnastik. "Hier ist Bewegung", sagt Übungsleiterin Christa Pietz. "Für jeden, der sich noch bewegen kann, gibt es ein spezielles Angebot. Unser Ziel ist es, die Pflegebedürftigkeit möglichst lange nach hinten zu schieben. Die Mitglieder sollen fit sein, um lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben zu können." Deshalb bauen die BSG-Kursleiter immer wieder neue Sportgeräte und Trainingsmethoden in ihr Programm ein. Aktuell steht der Kauf von Smoovey-Ringen, die auch Froschringe heißen, bevor.

Denn sie bestehen aus einem hellgrünen Schlauch, in dem Eisenkugeln mit Herzfrequenz vibrieren. "Seit einem Jahr verbreiten sich diese Ringe am Niederrhein", sagt Christa Pietz. "Ein paar kostet 90 Euro. 15 Paare wären schön. Ich würde sie gerne in der Lungensportgruppe einsetzen." Auch in anderen Kursen wären die Froschringe hilfreich, zum Beispiel beim Rückensport oder der Hockergymnastik.

Um die 1400 Euro für die Ringe zu finanzieren, ist die BSG auf Unterstützung angewiesen, etwa durch die Aktion "Bewegen hilft" mit Volksbankvorstand Guido Lohmann. "Wir erheben einen Mitgliedsbeitrag von sechs Euro im Monat", sagt Kassierer Fritz Stoßno. "Für die Kurse haben die Mitglieder keinen weiteren Beitrag zu zahlen. Wir haben so sozialverträglich zu sein, weil Zweidrittel unser Mitglieder Frauen sind, viele davon Witwen. Deshalb sind wir allen Sponsoren sehr dankbar." Für viele der 375 Mitglieder ist die BSG mehr als ein Sportverein. Sie ist Familie. Die Mitglieder unternehmen Fahrradtouren, Grillen oder machen gemeinsame Ausflüge. Dazu gibt es jeden zweiten Mittwoch um 20 Uhr ein Treffen im Vereinsheim, das am Panoramabad Pappelsee liegt.

Dort würden die BSG-Mitglieder gerne eine behindertengerechte Toilette einrichten. Nach einem ersten Kostenvoranschlag kostet das 50 000 Euro. "Leider können wir kaum Eigenleistung erbringen, weil die meisten Mitglieder schon älter sind", sagt Fritz Stoßno. "Wir wollen dafür sparen."

Quelle: RP
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