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Xanten
Die bunte Welt der Eier

Xanten. Osterzeit – Eierzeit. Ob gefärbt oder nicht, die Hühnerprodukte haben zurzeit Hochkonjunktur. Freiland- und Bodenhaltung sind Trumpf. Ein Bummel über den Xantener Wochenmarkt. Von Walter Plümpe

"Ich mache nicht mehr Umsatz als an anderen Tagen", sagte gestern Andreas Heina an seinem Stand auf dem Xantener Wochenmarkt. Dort verkauft er seit zwei Jahren neben Käse-Spezialitäten auch Eier. Die Urlaubszeit mache sich halt bemerkbar. Aber am Samstag, wenn er wieder kommt, dürfte die Nachfrage nach seinen Bio-Eiern für 30 Cent das Stück deutlich steigen. Seine Eier – gefärbt wie ungefärbt – stammen vom Möllenhof. Von Hennen aus Freilandhaltung, die mit Biofutter gefüttert werden. Wer es genau wissen will, kann in einem mehrseitigen Hofprospekt Einzelheiten nachlesen.

XL-Größe

Am Fleischerstand daneben deckte sich Jutta Schmidt aus Xanten mit zehn weißen und zehn gefärbten Eiern ein. Ihre ersten gefärbten Osterboten dieses Jahres für ihre Familie. Katrin Claeßen und Angelika Schattmans halten ein riesiges Angebot aus der Bodenhaltung vom Geflügelhof Ingenbleek bei Issum bereit. Für 12 Cent gibt es die Junghennen-Eier, die teuersten XL-Eier kosten 22 Cent und wiegen rund 80 Gramm. Gefärbt wird in einer Spezialfirma in Westfalen. Dezent marmoriert, einfarbig in leuchtenden Farben oder mit dicken Pinseltupfen. "Party-Eier" werden die fröhlich bunten Produkte genannt, die in der Regel erst nach den Karnevalstagen angeboten werden.

Randolf Vastmans aus Xanten kaufte ebenfalls 20 Eier. Bunt gefärbte für seine Enkelinder in Oberhausen, ungefärbte für sich. "Aber Freilandhaltung. Die schmecken einfach besser. Und die Hennen haben weniger Stress als ihre Kolleginnen in der Käfighaltung." Ein Schild im Verkaufswagen zeigt das Legedatum der frischen Eier an: 28.03.2010. Empfohlener Verbrauch innerhalb von drei Wochen, also bis zum 19.04.2010. Auch Gänse-Eier stehen auf der Ladentheke über den Fleischwaren. Die großen zu zwei Euro, die kleineren zu 1,80 Euro. Teils vom eigenen Hof, teils von Nachbarn und Verwandten.

Naturprodukte

Am Obst- und Gemüsestand von Andreas Borgmann aus Rheinberg muss man die Eier zwischen den Gemüsehorden suchen. Sandra Borgmann und ihr Sohn sind erst seit dem 1. März auf dem Xantener Wochenmarkt vertreten. Zufrieden mit dem Verkauf empfehlen sie die XL-Größe (mindestens 70 Gramm) zu 24 Cent oder die L-Größe zu 21 Cent. Zum Färben daheim raten sie zu Naturprodukten: rote Beete, Spinat, Zwiebelschalen (Charlotten), mögliche Beimischung von Möhren.

Am Stand vom Landwirtschaftsbetrieb Theo Cleve aus Geldern gibt es Eier aus Bodenhaltung zu 18 Cent und Gänse-Eier zu 1,90 Euro. "Ich spüre etwas mehr Umsatz." Wer gute Augen hat, entdeckt auf den Eiern seine siebenstellige Betriebsnummer 0 506 022. Ein "D" steht für die Herkunft aus Deutschland, einstellige Ziffern stehen für Biohaltung, Freilandhaltung und Bodenhaltung.

Quelle: RP
 
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