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Xanten
Die "Feuerstarter" machen das Rennen

Xanten: Die "Feuerstarter" machen das Rennen
Die teilnehmenden Teams, viele in originellen Kostümen, schenkten sich beim Qualifikationslauf für die Weltmeisterschaft nichts. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Andreas Bours (27) und Robert Tippel (51) aus Xanten qualifizierten sich beim Badewannenrennen an der Südsee. Von Sassan Dastkutah

Vier schnittige Rennbadewannen ankerten am Steg der Xantener Südsee. Um 14 Uhr startete dort die zweite Badewannenrennen-Weltmeisterschaft. Rainer Braun, Erfinder dieses besonderen Wasserrennsports, moderierte die knapp 80 Läufe. Nach dem K.o.-System kämpften die Zweierteams sich Rennen für Rennen an die Spitze. Vom Strand beobachteten Zuschauer das Spektakel, bejubelten die Badewannen-Gladiatoren. 50 Meter legten die Teams in den ungewöhnlichen Booten zurück. Nach knapp 25 Metern wendeten die Kapitäne an einem schwimmenden Quietscheentchen.

Die meisten Teams kamen in passender Renntracht. Alina (23) und Kristina (26) hatten sich in Bademäntel gehüllt. Auf dem Kopf trugen sie Badehauben. Als Team "Badeperlen" warteten sie auf ihren Einsatz. Auch das Team "Kraulquappen" hatte eine fesche Rennmontur an. In grünen Froschkostümen bestiegen sie ihre Rennwanne. Braun gab das Startzeichen. Jana (18) und Tamara (19) paddelten mit aller Kraft. Während ihre drei Kontrahenten einige Steuerungsprobleme hatten, ein Team sogar vom Kurs abkam und im wahrsten Sinne des Wortes in die weite See stach, hielten die Kraulquappen sicher den Kurs.

Ihre ärgsten Gegner, zwei Männer, die das Team Titanic bildeten, machten dem Ruf der echten Titanic alle Ehre. Zwar hämmerten sie vor keinen Eisberg, dennoch erlitt das Team Schiffbruch. Die Wanne sank immer weiter ins Wasser. Dann schwappte das kühle Nass über, füllte die Wanne. Die Titanic ging gnadenlos unter. Die Jungs nahmen es mit Humor. Die Kraulquappen paddelten zum sicheren Hafen zurück und gewannen den Lauf. Andere Teams taten es den beiden Damen aus Xanten gleich.

Musik hallte über die Südsee, die Sonne glitzerte im Wasser, die Stimmung war super, Auch wenn wegen der Regenschauer nicht so viele Gäste wie erwartet da waren. Dass die Wasserrennvehikel beim richtigen Paddeln nicht untergingen, sondern nur wenn die Rennteilnehmer Fehler beim Navigieren oder der Balance machten, hatte im Vorfeld viel Tüftelei erfordert, wie Braun erzählte. "Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, um die Wannen schwimmfähig zu machen", meinte er. Wie das geht, bleibe sein Geheimnis. Erkennbar war auf jeden Fall, dass er um die Wannen Schwimmkörper angebracht hatte, die für den nötigen Auftrieb sorgten.

Die Finalisten sind übrigens die beiden Xantener Andreas Bours (27) und Robert Tippel (51) vom Team "Feuerstarter". Den Preis für das beste Kostüm und damit die Wildcard für das Finale in Berlin gewann das Team "Pizzatub". Die Finalisten treten in Berlin am 19. November beim Weltmeisterschaftfinallauf gegen 98 andere Teams aus aller Welt an. "Es gibt insgesamt 99 Wettbewerbe. Auch in Österreich, Ägypten, Tunesien und natürlich überall in Deutschland", so Rainer Braun.

Quelle: RP
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