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Sonsbeck
Die "Grüne Perle" strahlt jetzt wieder

Sonsbeck: Die "Grüne Perle" strahlt jetzt wieder
Weite Wege für ein sauberes Dorf: Die Straße zur Autobahn gehörte zum Revier von Reiner Weber, Diez van Nahmen und Heinz-Peter Kamps (v. r.). FOTO: A. Fischer
Sonsbeck. Mehr als 200 Bürger beteiligten sich an der Dorfputzaktion in Sonsbeck, Hamb und Labbeck. Von Beate Wyglenda

Am Wochenende wurde die "Grüne Perle" des Niederrheins wieder zum Strahlen gebracht. Insgesamt krempelten fast 200 Bürger beim 14. Dorfaktionstag in Sonsbeck, Hamb und Labbeck die Hemdsärmel hoch und machten, mit Müllzange und Eimer bewaffnet, wieder Ordnung in der Gemeinde.

Allein in Sonsbeck kamen mehr als 80 Helfer zusammen. Mit von der Partie waren auch Annika Scheffer und Eva van Betteray aus der Landjugend. Die beiden Mädchen hatten die Xantener Straße von der Ampel im Ortskern bis zur Furth auszumisten. Doch dieser Weg sollte kein leichter sein: Nach nicht einmal einem Drittel der Strecke hatten die Helferinnen bereits ihre zweite Tonne voll, und das bei 120 Litern Fassungsvermögen.

"Vor allem die Gräben sind gespickt mit Müll. Darin liegt alles Mögliche. Neben duzenden Getränkepackungen und Plastiktellern wanderten auch Kartenspiele und drei Brotdosen samt Inhalt in die Tonne", berichtete Annika Scheffer. Am meisten geärgert haben sich die Mädchen allerdings über die zahllosen Zigarettenstummel. "Die kleinen Dinger kriegt man mit der Zange nur ganz schwer aufgelesen", erklärte Eva van Betteray: "Manchmal kann man die Leute einfach nicht verstehen. Hier sind doch überall Mülleimer aufgestellt."

Auch Max Senn und Hartmut Stephan haben sich beim Dorfputz nicht nur einmal aufgeregt. Zwar waren sie auf ihrer eigentlichen Route, der Römerstraße, dank weniger Abfälle schneller fertig als in den vergangenen Jahren. Dafür haben sie bei ihrer Zusatzarbeit in den Büschen am Neutorplatz eine Getränkedose nach der anderen herausgefischt. "Das sind fast nur Dosen von Energiedrinks, auf denen kein Pfand drauf ist. Die Jugendlichen treiben sich abends am Platz herum und werfen ihre leeren Büchsen dann einfach in die Sträucher", klagte Senn. "Das muss nicht sein. Wir wollen doch alle an einem schönen, sauberen Ort leben", sagten die Helfer.

Bürgermeister Heiko Schmidt erhofft sich, dass von der Aktion " eine Signalwirkung" ausgeht: "Wenn die Leute sehen, dass sich Menschen für ihr Dorf einsetzen und Mühe geben, es sauber zu halten, gehen sie selbst vielleicht nicht mehr so achtlos damit um", sagte der Bürgermeister. Labbecks Ortsvorsteherin Hildegard Pieper freute sich über eine Rekordbeteiligung. Rund 60 Helfer gingen dort ans Werk. "Wir sind super zufrieden. Vom Sportverein, über die Kirchengemeinde bis zu den Schützen war eigentlich die ganze Dorfgemeinschaft auf den Beinen." Dabei wurden nicht nur Abfälle gesammelt, sondern auch Streicharbeiten erledigt, die Friedhofswege aufgearbeitet und das Heiligenhäuschen restauriert. Ähnlich sah es in Hamb aus, wo die Fenster am Hubertushaus geputzt wurden. Die Jägerschaft durchforstete den Wald nach Müll.

Quelle: RP
 
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