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Xanten
Die Grünen befürchten weitere Baumfällungen im Kurpark

Xanten. Die Diskussion um die Bäume im Kurpark ist um ein neues Kapitel reicher: "Müssen möglicherweise weitere Bäume gefällt werden, weil sie der Gestaltung von Xantens neuem Erholungspark im Weg stehen?" Diese Frage stellte sich Eberhard Ritter (Grüne).

Er hatte im Rat eine Art Bestandsschutz gefordert, falls die Sicherheit durch die Bäume nicht gefährdet sei. In seinem Schreiben bat er nicht nur um die Beantwortung einiger Fragen zur Kurparkplanung. An einer Stelle heißt es auch: "Wir stellen den Antrag, dass keine weiteren Bäume (auch mit einem Durchmesser von unter zehn Zentimetern) gefällt werden."

Die Antwort der Verwaltung machte ihn stutzig: "Es kann aber auch in Zukunft nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass einzelne Bäume, auch aufgrund des Zustandes oder der Verkehrsgefährdung, entfernt werden müssen." Das zweite Wörtchen "auch" in dem Satz berge nach seiner Meinung Sprengstoff. Müssen etwa, fragte er im Rat nach, aus anderen Gründen als aus Verkehrssicherungspflicht weitere Bäume gefällt werden? "Das möchte ich ausschließen."

Außerdem forderte Ritter, dass die Ausführungen der Stadt nicht einfach zur Kenntnis genommen werden dürften. Er wollte konkret eine Abstimmung über seinen Antrag, der im Zusammenhang mit dem Baustart für den Kurpark gesehen werden müsse. Damals hatte die Stadt 123 Bäume fällen lassen, 63 fielen unter die Baumschutzsatzung. Insgesamt mussten 18 Bäume wegen Verkehrsgefährdung oder starker Schäden entfernt werden.

Wochenlang gab es teils heftige Diskussionen über das Für und Wider und über die Informationspolitik. Es seien jedenfalls genug Bäume für den Park gefallen, so Ritter. "Mit meinem Antrag möchte ich ausschließen, dass weitere gefällt werden müssen."

Auch Richard Lipp (Linke) äußerte sich kritisch: "Ich missbillige die Stellungnahme der Verwaltung." Doch auf eine Abstimmung über den Ritter-Antrag und das Streichen des zweiten "auch" ließen sich weder Bürgermeister Görtz noch die Mehrheit des Rates ein. Man habe über alle Baumfällungen, die unter die Baumschutzsatzung fielen, informiert, so Görtz. Er habe auch das Gefühl, dass das Thema immer weniger Leute interessiere. Die Stadt setze auf umfassende Information. "Noch mehr Transparenz - ich weiß nicht, wie das gehen soll." Ritter will den Antrag noch einmal stellen, betonte er: "Formell sauber."

(pek)
 
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