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Sonsbeck
Die Hochwassernacht und ihre Folgen

Sonsbeck. SPD Sonsbeck beantragt Bürgerversammlung gegen "Vertrauensverlust in die Kompetenz" im Rathaus.

Die bei den katastrophalen Regenfällen in der Nacht auf den 1. Juni vollgelaufenen Keller und das Handling der Aufarbeitung in der Ratssitzung vor der Sommerpause wirken politisch nach. Die SPD hat beantragt, die Geschehnisse in einer Bürgerversammlung intensiv aufzuarbeiten. Grund für den Antrag nannte Ralf-Erik Dode, Schriftführer der Genossen, "die in der Bürgerschaft intensiv geführten Diskussion um Ursachen und Folgen der Überschwemmungsschäden und das Abspeisen von Betroffenen primär mit Allgemeinplätzen in der Ratssitzung am 5. Juli". Bürgermeister Heiko Schmidt hat inzwischen im RP-Gespräch Versäumnisse eingeräumt und seine Bereitschaft signalisiert, eine Bürgerversammlung einzuberufen, falls Bedarf dazu bestehe.

Den sieht SPD durchaus. "Ein intensiver Diskurs zwischen betroffenen Bürgern, Verwaltung sowie den Vertretern der Wasser- und Bodenverbände ist unbedingt erforderlich", schreibt Dode. Aus fachlichen Erkenntnissen und Erfahrungen der Betroffenen seien konkrete Maßnahmen abzuleiten, die dem zuständigen Ausschuss und dem Rat vorgelegt werden sollen, "so dass Prävention schnell umgesetzt werden kann", so der SPD-Sprecher.

Es gehe darum, "eine Konfrontation zwischen Bürgern und Verwaltung" zu verhindern. Dabei werde ein "wenig faktenorientierter, minimalistischer Diskurs auf pauschale Schuldzuweisungen verkürzt". Den Betroffenen sei kaum damit geholfen, wenn sie mit der Meinung des Bürgermeisters konfrontiert würden, dass Hochwasserschäden bei "bautechnischer Optimierung" der Gebäude hätten verhindert werden können.

Diese Form des Umgangs sei "absolut nicht zielführend und zerstört in massiver Weise das Vertrauen in den Willen der Verwaltung an einer sachorientierten, schonungslosen und objektiven Ursachenforschung", so Dode. Der Vertrauenverlust gelte auch für das Vermögen der Verwaltung, aus den Resultaten der Analyse zukunftsweisende Handlungsoptionen abzuleiten, damit künftige Starkregenereignisse nicht mehr zu solch' katastrophalen Auswirkungen führen.

Um das entstandene "Misstrauen gegenüber der Handlungskompetenz der Verwaltung" auszuräumen, so die Sonsbecker Genossen, sei es nunmehr unumgänglich, einen konstruktiven Dialog zu führen - "ungeachtet aller nun von der Verwaltung pragmatisch in Angriff genommenen Maßnahmen".

(bp)
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