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Xanten
Die Kaffeemaschine wird zum Roboter

Xanten: Die Kaffeemaschine wird zum Roboter
In der Kindertagesstätte Waldblick gab es ein außergewöhnliches Forschungsprojekt. Die Kinder durften an alten Kleinelektrogeräten tüfteln und schrauben. FOTO: lebenshilfe
Xanten. Forschungsprojekt der Kindertagesstätte Waldblick: Kleine Elektriker schrauben an Toaster, Radio und Laptop.

Die Kinder der Tagesstätte Waldblick freuten sich über ein außergewöhnliches Forschungsprojekt. Sie durften an alten Kleinelektrogeräten tüfteln und schrauben. Ihr Ziel: selbst gebaute Roboter aus den Einzelteilen. Es begann alles mit einem aussortierten Faxgerät. "Zu schade für den Müll", dachte Andrea Bauer, Gruppenleiterin in der Kita Waldblick, und brachte das Gerät zum Zerlegen für ihre Schützlinge mit. Mit dieser Idee löste sie einen regelrechten Begeisterungssturm aus.

Vor allem die Jungs waren Feuer und Flamme für dieses Projekt. Schnell hatten Maximilian, Joel und die anderen Jungs das Fax auseinandergeschraubt. Für weiteren Nachschub sorgten die Kinder selbst. Großeltern, Eltern, Verwandte und Bekannte - alle wurden um private Spenden gebeten. "Ich durfte mein altes Babyfone mit in den Kindergarten nehmen", erzählte der vierjährige Joel stolz. "Jetzt konnte ich endlich erforschen, wie es von innen aussieht." Bald schon warteten neben dem Babyfone auch Toaster, PC, Kaffeemaschine, Laptop, Radio & Co. auf ihren Ab- und Umbau. "Die Jungs hatten schnell eine Vision für das Upcycling der Einzelteile", so Andrea Bauer. "Sie wollten Roboter daraus bauen." Bei der Umsetzung des Plans kannten Fantasie und Erfindungsgeist der Kinder keine Grenzen. Und tatsächlich kamen sie ihrem Ziel täglich näher. Am Ende präsentierten die kleinen Elektriker stolz vier selbstgebaute Roboter.

Um die Besonderheit des Projektes zu wahren und den Kindern einen gewissenhaften Umgang mit den Elektroteilen zu vermitteln, wählte Andrea Bauer über 14 Tage jeden Tag ein Gerät aus, das die Kinder der Kita Waldblick zerlegen durften. Ihr besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Sicherheitsaspekt. Alle Kleinelektrogeräte ließ sie vorher professionell prüfen und die Stromstecker abknipsen, damit kein Kind auf die Idee kam, sie in die Steckdose zu stecken.

Die fachgerechte Entsorgung des Elektromülls war ebenfalls Thema. Andrea Bauer erklärte den Kindern die Besonderheit dieses Mülls und wie damit verfahren wird. Die endgültige Entsorgung übernahm im Anschluss an das Projekt der Kindergarten. "Wir sind stolz auf den Erfindungsgeist unserer kleinen Elektriker, die in beeindruckender Teamarbeit ihr Interesse für Technik entdeckt und vertieft haben", blickt auch Kitaleiterin Annegret Tigges-Willemsen positiv auf das Projekt zurück. Ob es auch im nächsten Kindergartenjahr in der Kita der Lebenshilfe Unterer Niederrhein ein Projekt dieser Art geben wird, ist noch offen. "Der Impuls muss von den Kindern kommen", sind sich Kita- und Gruppenleitung einig. "Wenn Neugier und Wissensdurst erkennbar sind, kommen wir gerne den Wünschen der Kinder nach."

Quelle: RP
 
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