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Xanten
Die Kriemhild -Mühle in Xanten

Xanten. Zu den Wahrzeichen Xantens gehört die Kriemhild-Mühle am Nordwall, die einzige Mühle am Niederrhein, die täglich in Betrieb ist. Sie erfüllte lange Zeit zwei Aufgaben.

Zum einen war sie Teil der Stadtbefestigung und diente somit als Wach- und Wehrturm. Zum anderen mahlte sie in Friedenszeiten das Getreide. Diese Doppelfunktion, schreiben Poppe und Silla, rechtfertigte lange Zeit den hohen baulichen Aufwand. "Heute empfindet man diese weithin sichtbaren, exponierten Bauwerke eher als Kuriosum."

Im 30-jährigen Krieg wurde die Xantener Mühle stark beschädigt, später nutzte man sie als Wohnraum für Bedienstete der Stadt. Die Nachtwächter waren hier untergebracht. Doch der Unterhalt solcher Mühlen war teuer, so dass viele verkauft wurden, auch die in Xanten. Der Käufer, ein Kaufmann, nutzte sie als Gartenhaus, sein Sohn als Öl- und anschließend ein Müller als Getreidemühle. "Glücklicherweise wurden 1843 Pläne, die Mühle und das nahe gelegene Klever Tor aufzugeben, vom Xantener Stadtrat abgelehnt, nachdem zuvor bereits große Teile der Stadtbefestigung abgerissen worden waren", heißt es in dem Buch.

Heute backt dort eine Bio-Bäckerei Brot, das zum großen Teil hier vor Ort gemahlen wird. Dazu muss die Mühle per Handkurbel und Drahtseil in die richtige Windrichtung gedreht werden.

(pek)
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