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Sonsbeck
Die mit dem Hund tanzt

Sonsbeck: Die mit dem Hund tanzt
Harmonisches Spiel von Mensch und Tier: Die 16 Jahre alte Emily Tolbert aus Bocholt trat mit ihrem Johann, einem drei Jahre alten Golden Retriever, in der Beginner-Klasse an. FOTO: Olaf Ostermann
Sonsbeck. Am Wochenende fand das erste Internationale Dogdance-Turnier in Sonsbeck statt. 100 Hunde aus drei Nationen gingen an den Start und zeigten ausgefeilte Choreographien. Ausrichter war die Hundeschule "Rhythm4dogs". Von Beate Wyglenda

Von der Hundeschule "Rhythm4dogs" ausgerichtet, fand am Wochenende das erste Internationale Dogdance-Turnier in Sonsbeck statt. 100 Hunde aus drei Nationen gingen an den Start und zeigten bei ausgefeilten Choreographien, was Rhythmusgefühl auf vier Pfoten bedeutet. Am Samstag bewiesen die tanzenden Vierbeiner in den Funklassen ihr Können, am Sonntag kämpften die offiziellen Klassen um den Sieg.

Leichtfüßig tänzelte Mumin über die Wiese. Sie drehte sich um die eigene Achse, machte ein paar Schritte zur Seite, nach vorn und hinten, setzte sich auf und machte einen Knicks. Knapp ein halbes Jahr hat Mumin an dieser Choreographie gefeilt. Bei ihrem Premierenauftritt vor der sechsköpfigen Jury in Sonsbeck machte sie dafür eine hervorragende Figur. "Das war eine richtig tolle Choreographie", hieß es in der Bewertung. "Die Übergänge waren sehr variantenreich und exakt ausgeführt.

Jana Bruns (21 Jahre) aus Sonsbeck, mit ihrem Border Collie Luke. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)

Auch die sehr schwierigen Seitwärts-weg-Bewegungen haben wunderbar funktioniert", erhielt Mumin als Lob. Doch die Tänzerin interessierte sich da schon gar nicht mehr für die Worte. Ein Spielzeugtau hatte nun ihre volle Aufmerksamkeit.

Keine Primaballerina, ein vierjähriger Border Collie machte hier nämlich die Show. Zusammen mit Frauchen Steffi Liening präsentierte die Hündin einen Paartanz der besonderen Art. "Dogdancing ist eine Hundesportart, bei der Hund und Besitzer sich zur Musik gemeinsam rhythmisch bewegen", erklärte Turnier-Organisatorin Sieglinde Bruns. "Dabei werden einzelne Tricks und Kunststücke des Hundes aneinandergereiht und so zu einer tänzerischen Choreographie verbunden", ergänzte sie.

Dog-Dance: Hunde als Tänzer FOTO: NGZ ONLINE

Seinen Ursprung hat das Dogdancing in der Hundesportart Obedience, bei der Aufgaben möglichst schnell und exakt ausgeführt werden müssen. In beiden Fällen ist ein grundlegender Hundegehorsam gefordert. Die Kommandos erfolgen dabei durch kleinste Körpersignale und verbale Kommandos. Typische Kunststücke sind etwa Beinslalom, Rückwärtsgehen, Seitengänge, Drehungen, Sprünge oder zwischen den Beinen laufen. Auch Requisiten sind erlaubt. Bewertet werden unter anderem der Fluss, die Exaktheit, die Dynamik und das Teamwork. "Ohne Teamwork geht es einfach nicht", betonte Bruns. "Deshalb liebe ich diesen Sport auch so sehr. Mensch und Tier müssen eine Einheit bilden. Wenn der eine nicht will, funktioniert gar nichts mehr", erklärte sie. Beibringen könne man das Dogdancing allerdings jedem Hund. "Egal welche Rasse, ob alt oder jung, klein oder groß, man kann die Choreographien mit jedem Hund einüben", sagte die Organisatorin. Wichtig sei lediglich, das Training und die Auftritte spielerisch zu halten. "Man sollte mit Spaß vom Feld gehen", betonte die Hundetrainerin.

Spaß hatten auch Mumin und Steffi Liening. Während sich Mumin an den zahlreichen Leckerlies zur Motivation sowie dem anschließenden Spielen zur Belohnung erfreute, war Frauchen über die Bewertung glücklich.

"Es hat alles richtig gut geklappt. Mumin hat toll mitgearbeitet", sagte die junge Frau, und ergänzte: "Dogdancing ist einfach ein sehr schönes Hobby. Man arbeitet viel mit dem Hund, kann verschiedenste Dinge ausprobieren und die Tricks künstlerisch verpacken." Nächstes Mal will sich Liening in den offiziellen Klassen versuchen. Dort sind während der Choreographie aber keine Leckerlies mehr erlaubt und deshalb noch etwas Training mit Mumin nötig.

www.rhythm4dogs.de

Quelle: RP
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