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Xanten
Die Musikfabrik Heintz zeigt ihre Arbeit

Xanten: Die Musikfabrik Heintz zeigt ihre Arbeit
Das Musikhaus Heintz lädt zum Tag der offenen Tür ein. Christoph Küppers gibt Lena Fickinger (rechts am Bass) Gitarrenunterricht. In der Mitte: Inhaber Kurt Heintz. FOTO: arfi
Xanten. Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Blockflöte und mehr: Diplom-Musiker geben in der Musikschule Unterricht. Von Heidrun Jasper

"Wo gesungen wird, da lass' dich nieder": Eine Volksweisheit, die man noch erweitern könnte: Wo ein Instrument gespielt wird, da lass' dich nieder. Zum Beispiel am Lagerfeuer inmitten einer Gruppe, die mit Stöckchen im Feuer rumstochert und Lieder zu den Klängen singt, die ein Gitarrenspieler erzeugt. So er oder sie es denn kann. Falls nicht: Man kann alles lernen, auch Musikinstrumente spielen. Zum Beispiel in der Musikschule der Musikfabrik Heintz an der Heinrich-Lensing-Straße 49: Am Samstag, 1. Oktober, stehen dort von 14 bis 18 Uhr die Türen offen. Dann kann man nicht nur mit einem der 13 Musikpädagogen ins Gespräch kommen, die bei Heintz unterrichten. Dann spielen auch Schüler Musik aus den Sparten Rock, Pop und Klassik vor, die vor gar nicht so langer Zeit begonnen haben, bei Heintz ein Instrument zu lernen.

Zwischen fünf und 60 Jahren sind sie alt, eine Unterrichtseinheit (vier Mal im Monat jeweils eine Dreiviertelstunde bei einem fachkundigen Lehrer) kostet 77 Euro. "Ich hab' das früher 'mal gekonnt, jetzt möchte ich wieder damit anfangen", hört Kurt Heintz immer wieder auch von Erwachsenen, die sich nach Berufstätigkeit oder wenn die Kinder groß sind dazu entschließen, ein Instrument zu spielen. Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Blockflöte.

Und das Interesse wird immer größer. "Wir bauen ständig aus, haben jetzt auch eine Violinen-Lehrerin bei uns, demnächst auch eine Chorleiterin", so der Fabrik-Chef. Die Lehrkräfte sind allesamt Diplom-Musiker, unterrichtet wird an sechs Tagen in der Woche, auch samstags zwischen 9 und 14 Uhr. In der Regel wird Einzelunterricht erteilt, maximal wird drei Schülern in einer Gruppe das Klavier- oder Gitarrenspiel beigebracht.

Kurz Heintz erinnert sich noch genau an zwei Damen, pensionierte Grundschullehrerinnen, die zu ihm gekommen sind, weil sie sich ihren Kindheitstraum erfüllen und endlich Klavier spielen lernen wollten.

Inzwischen haben sich Schüler auch zu einer "Musikfabrik-Rockband" zusammengetan, die in den akustisch dichten Schulräumen regelmäßig probt: Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren, unter ihnen auch zwei Mädchen, die beim Tag der offenen Tür am Samstag von 17 bis 18 Uhr Rock aus den 70ern und 80ern spielen.

1973 hat Kurt Heintz senior den ersten Musikshop an der Marsstraße eröffnet, 1980 hat Kurt Heintz junior das Musikhaus übernommen, das inzwischen in das alte Polizeigebäude gegenüber der Kornbrennerei und umgezogen war und später ins Gewerbegebiet (Maulbeerkamp). Seit 2012 ist die Musikfabrik Heintz in den Räumen des ehemaligen Edeka-Marktes an der Heinrich-Lensing-Straße 49 zu Hause.

Quelle: RP
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