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Sonsbeck
Die neue Kraft im Sonsbecker Pfarrbüro

Sonsbeck. Bernhardine van de Weyer hat in der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena die Nachfolge von Marie Vahnenbruck angetreten. Von Rita Hansen

Als Anfang des Jahres das Pfarrbüro St. Maria Magdalena eine unterstützende Kraft suchte, die sich fünf Stunden in der Woche um die Friedhofsangelegenheiten kümmert, dachte sich Bernhardine van de Weyer: "Da schnupperst du mal rein." Wie schnell alles anders kam, als anfangs gedacht, konnte die Labbeckerin zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen. "Jetzt habe ich genau das, was ich haben möchte", berichtet sie und lächelt. Sie ist nun die neue Pfarrsekretärin.

Und sie tritt somit die Nachfolge von Marie Vahnenbruck an. Die Sonsbeckerin verabschiedet sich nach exakt 15 Dienstjahren in den Ruhestand. Pläne für die Zukunft hat sie zahlreiche. Im Vordergrund zu stehen, das gehört einwandfrei nicht dazu, wie sie deutlich macht.

Bernhardine van de Weyer blickt gelassen in die berufliche Zukunft. Die gelernte Bankkauffrau findet die Kombination der Aufgaben im Pfarrbüro spannend. "Ich bin Bänkerin, da liegen mir das strukturierte Arbeiten sowie die kaufmännischen Aufgaben. Aber ins Pfarrbüro kommen auch viele Menschen, mit denen man zu tun hat und denen man helfen kann", beschreibt sie das, was die neue Herausforderung für sie ausmacht.

Seit vielen Jahren wirkt die zweifache Mutter zudem in der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Labbeck mit. Als die Gruppe vor einigen Jahren eine Kassiererin suchte, da fragte sie (erfolgreich) bei der heute 50-Jährigen an.

Dadurch lernte diese dann naturgemäß auch die Verbandsarbeit kennen, die dahinter steckt. Habe sie davor schon mal gedacht, das seien möglicherweise "die totalen Emanzen", ließ sie sich schnell vom Gegenteil überzeugen. "Man sollte auch als Frau etwas ändern wollen", sagt sie. Aber es komme auf den Weg an: "Das sollte nicht mit der Brechstange geschehen", lautet die Erkenntnis, die sie aus dieser Arbeit für sich mitnahm. Erfahrungen, die sie zukünftig in ihre neue Aufgabe einfließen lassen wird. "Durch die kfd habe ich gemerkt, dass Kirche nicht mehr diese alte verkrustete Struktur hat, die man mal gelernt hat", sagt Bernhardine van de Weyer. "In Kirche ist Leben drin."

Das pralle Leben gibt es auch im Pfarrbüro. Nie weiß man im Vorfeld, was einen erwartet. Das kann ebenso eine Taufanmeldung wie eine Hochzeit sein oder ein Sterbefall. Pilgergruppen zu koordinieren, das gehört in den Aufgabenbereich, aber auch das Erstellen der Pressemitteilungen oder der Pfarrnachrichten. Eine Zeit lang haben die beiden Pfarrsekretärinnen noch zusammengearbeitet. Mit Antritt ihres Resturlaubs verabschiedete sich Marie Vahnenbruck danach in den Ruhestand.

Quelle: RP
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