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Xanten
Die RevoluZZer tanzen auf den Tischen

Xanten: Die RevoluZZer tanzen auf den Tischen
Wenn die "BühnenRevoluZZer" proben oder wie bald wieder auf der Bühne stehen, geht es meistens turbulent zu. Das neue Stück hat Thomas Tervoort (Mitte, mit blauem T-Shirt) geschrieben. Er übernimmt auch selbst eine Rolle. FOTO: Ekkehard Malz
Xanten. Die Theatergruppe "BühnenRevoluZZer" probt ihre neue Komödie "Männer-WG???". Premiere ist am 21. Oktober. Von Heidrun Jasper

Im vorigen Jahr haben die BühnenRevoluZZer, eine Amateurtheatertruppe aus Xanten, in "Ganz oder gar nicht" mit Erfolg die Hosen runtergelassen! In ihrem diesjährigen Stück "Männer-WG ???" wollen sie nun, wer hätte es gedacht, eine Männer-WG gründen. Am Freitag, 21. Oktober, um 19.30 Uhr feiern sie in der Brasserie Hennemann in Marienbaum Premiere mit der neuen Komödie, die Thomas Tervoort selber geschrieben hat. Er führt nicht nur Regie, er spielt in dem Stück auch den Holger, den Verklemmten, der allein überhaupt nicht zurecht-kommt.

Die Männer-WG wird komplettiert durch Matthias Franke (er steht als Joachim auf der Bühne, der Alt-Hippie, der immer noch von Woodstock träumt), Marc Nakath (alias Bernhard, der mit weit über 30 immer noch bei Mama und Papa wohnt), Hans Klaassen (Lutz, der einen Sprachfehler hat: er lispelt) und Philipp Terhorst (Maximilian; er sitzt nur rum und macht nix, ist Hausmeister in dem Haus, in das die Männer-WG einzieht). Die drei Fragezeichen, die stehen für drei Frauen: zwei auf der Bühne (Doreen Stein, Monika Szewczyk), eine anwesend, aber nicht körperlich. . .

Vier Wochen hat Thomas Tervoort gebraucht, dann war das Stück im Kasten. Und natürlich muss man in einer Komödie Charaktere überzeichnen - "die würde es so in einem normalen Leben nicht geben". Seine fünf Männer werden von Bille, einer 90-jährigen Dame - "die Frau, die körperlich nicht anwesend ist" - dirigiert: Sie zieht die (unsichtbaren) Fäden, gibt den fünf Männern die Richtung vor, weil sie irgendwie alle nicht so wirklich lebensfähig sind.

Seit Ende Juni proben die Laienspieler zwei Mal in der Woche in der Garage von Marc Nakath in Hamminkeln-Mehrhoog, fahren in Fahrgemeinschaften auf die andere Rheinseite. Auch Kerstin Franke ist immer dabei: Sie ist Soufleuse, hilft weiter, wenn es bei dem einen oder anderen gerade hakt. Hinter der Bühne wird bei den acht Aufführungen Ulrike Derksen als Backstage-Dame dafür sorgen, dass kein Chaos ausbricht: Dass die Kostüme bereitliegen, die Perücke, die Requisiten. Dass aufgeräumt ist, die Whisky-Mischung stimmt (klarer Apfelsaft ohne Umdrehungen).

Das Bühnenbild denkt sich Autor Thomas Tervoort aus, fragt Hans Klaassen, ob das technisch machbar ist. Der, von Haus aus Schreinermeister, setzt es dann um. In Leichtbauweise, mit Ständern, Stangen und Stoffbespannung. Voriges Jahr war das Bühnenbild deutlich reduzierter und weniger aufwendig: drei Kästen, ein Barhocker - fertig.

Die Geschichte fängt harmlos an: Die fünf Männer, zwischen 35 und 55 Jahre alt, ziehen in einem Mehrfamilienhaus zusammen, sind gerade dabei, die Wohnung zu renovieren, da zieht Monika Szewczyk nebenan ein, lernt die Männer kennen - und es funkt zwischen ihr und einem aus der WG. Ihre Schwester (Doreen Stein) kommt zu Besuch, auch sie verliebt sich in einen aus dem Quartett. Was bleibt dann überhaupt noch von der Männer-WG übrig? Abwarten - oder besser: Eine Eintrittskarte kaufen und hingehen in eine der acht Vorstellungen in der Brasserie Hennemann.

Die Männer-WG mit den drei Fragezeichen ist übrigens das fünfte Stück aus der Feder von Thomas Tervoort. Und die Idee für das sechste hat er auch schon im Kopf: Er möchte nächstes Jahr die Nibelungen-Sage aufs Korn nehmen.

Quelle: RP
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