| 00.00 Uhr

Xanten
Die Römerstadt als Spielplatz

Xanten: Die Römerstadt als Spielplatz
Orientiert an den Grundrissen der historischen Stadt wurde extra für Xanten eine Römerstadt mit Burg- und Zinnanlagen-Charakter nachgebildet. Sie soll den kleinen und großen Kindern aus Xanten und Umgebung jede Menge Spaß bereiten. FOTO: Christoph Reichwein
Xanten. Bewegung auf der Kurpark-Baustelle: Seit Mittwoch wird der neue Spielplatz aufgebaut. Auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern gibt es zwei Spielbereiche. Das Ganze hat seinen Preis: 150.000 Euro. Von Julia Lörcks

Xanten wird um eine Attraktion reicher - der neue Spielplatz im zukünftigen Kurpark in den Wallanlagen. Dabei handelt es sich um eine hochwertig nachgebaute "kleine" Römerstadt. Mittwoch wurde mit dem Aufbau der Geräte begonnen. In den kommenden zwei Wochen soll die Anlage installiert sein. "Eröffnet wird sie allerdings erst, wenn der erste Bauabschnitt der Baustelle Kurpark komplett fertiggestellt ist", sagt Melanie Rost von der Oberhausener AKNW Planergruppe. Das soll, wenn das Wetter denn mitspielt, noch in diesem Jahr erfolgen.

Die Planergruppe Oberhausen wurde von der Stadt Xanten beauftragt, den neuen Spielplatz für den Kurpark in den Wallanlagen zu entwerfen. Zusammen mit einem sogenannten Spielplatzplaner ist das auch geschehen.

Entstanden ist dabei ein Spielplatz, den es so noch nicht gegeben haben soll. Orientiert an den Grundrissen der historischen Stadt wurde extra für Xanten, wie Stadtplanerin Christina Kutschaty verrät, eine Römerstadt mit Burg- und Zinnanlagen-Charakter nachgebildet. Sie soll den kleinen und großen Kindern aus Xanten und Umgebung jede Menge Spaß bereiten. Genauer gesagt wird auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern die Wallgrabenzone nachgebaut. Neben einem kleinen Graben führt eine sogenannte Bobbycar-Schnellstrecke mit Geländemodulation um das Areal, das in zwei Bereiche aufgeteilt ist. "Es gibt einen Bereich für die drei- bis sechsjährigen und einen für die sechs- bis zwölfjährigen Kinder", berichtet Kutschaty. Konkret: ein kleines Spielhaus, eine Hängebrücke und eine normale Brücke, mehrere Podeste, Balanciergeräte, einen Tunnel aus Edelstahl und eine Kletterwand für die Kleinen. Dazu kommen ein Kaufladen sowie ein hölzernes Pferd mit Gespann. Für die Großen gibt es ein großes Spielhaus mit Turm und Kletterwand, Strickleiter, Wellenrutsche und Dschungelbrücke. Dazu ein Netztunnel, eine Gummiband-Brücke sowie eine weitere Rutsche und eine weitere Kletterwand. Eine Nestschaukel, die "inklusive Schaukel", wie es Kutschaty nennt, ist ebenfalls vorhanden. Dazu jede Menge Sand, Mülleiner, Bänke zum Ausruhen, Bäume für den Schatten und Beerensträucher zum Naschen. Da nicht nur der Entwurf, sondern auch die Materialien besonders sind - es wird ein Hölzermix verwendet, der zum Teil auch bunt lasiert ist - hat der Spielplatz selbstverständlich auch seinen Preis. Die veranschlagten Kosten der Stadt liegen bei etwa 150.000 Euro. Aufgebaut wird der Spielplatz übrigens an einer neuen Stelle. Befand sich der alte Spielplatz, dessen intakte Geräte abgebaut und eingelagert wurden, noch zu großen Teilen im Bodendenkmal, so ist der neue Spielplatz näher am neuen Rundweg Richtung B 57 gelegen.

Angelegt ist der neue Spielplatz wie eine Wallanlage: Neben einem kleinen Graben führt eine sogenannte Bobbycar-Schnellstrecke (gepflasterter Rundeweg) um das Areal, das in zwei Bereiche aufgeteilt ist. FOTO: Christoph Reichwein
Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Xanten: Die Römerstadt als Spielplatz


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.