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Sonsbeck
Die Rübstück-Siedler

Sonsbeck: Die Rübstück-Siedler
Bauen am Ortsausgang in Richtung Xanten: Am Fuß der Schweiz soll der erste Teil eines neuen Wohngebiets entstehen. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Sonsbecks neues Baugebiet Rübstück hat Platz für 40 bis 50 Wohngrundstücke. Im nächsten Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Von Heinz Kühnen

Britta Heistrüvers liegt mit ihren Prognosen gut im Rennen: Im Juni hatte sie in einer Bürgerversammlung prophezeit, dass die ersten "Rübstück-Siedler" so etwa ab Sommer des nächsten Jahres die Bagger anrollen lassen können, sagte die mit Bauangelegenheiten betraute Mitarbeiterin der Verwaltung. Und tatsächlich: Derzeit sieht es so aus, als ob es tatsächlich im (Spät-)Sommer so weit sein könnte - wenn alles so weiter läuft wie bisher und der Winter sich nicht zu lang ins Jahr 2016 zieht, so der zuständige Fachbereichsleiter Georg Tigler im Bau- und Planungsausschuss.

Die gut 40 Baugrundstücke des ersten Bauabschnitts am Ortsausgang in Richtung Xanten (von Sonsbeck aus gesehen am "Gerebernus-Kreisel" rechts ab) dürften jedenfalls weggehen wie warme Semmeln. Allein 47 Interessenten hatten sich schon gleich nach der Versammlung im Juni in einer Warteliste eingetragen. Und "irgendwo zwischen 40 und 50 Grundstücke werde es auf dem Gelände je nach dem endgültigen Zuschnitt wohl geben, erklärt Tigler. Zweigeschossigkeit ist vorgeschrieben. Demzufolge wird es in der Mehrzahl Einfamilienhäuser geben, wobei direkt entlang der Pachlandstraße in bestimmten Bereichen auch Häuser mit mehreren Wohneinheiten (Doppelhaushälften, Eigentumswohnungen) zugelassen werden sollen.

Gebaut werden die Häuser in Hanglage am Rand der Sonsbecker Schweiz. Das macht besondere Maßnahmen nötig: Regenwasser zum Beispiel soll über kaskadenförmige Mulden am Straßenrand abgeleitet sowie auf den privaten Grundstücken versickert werden. Zudem hatte der Kreis Bedenken: Eine Entwicklung von Siedlungsgebieten oberhalb von 30 Metern über dem Meeresspiegel hinaus könne aus landschaftlicher Sicht nicht befürwortet werden, heißt es in einer Stellungnahme. Ein Vorbehalt, den die Gemeinde zumindest in diesem Bereich nicht nachvollziehen kann: In der Sonsbecker Umgebung und in Richtung Labbeck gebe es bereits Bereiche, die oberhalb dieser Grenze von 31 bis sogar 37 Meter lägen, heißt es. Das gelte zum Beispiel auch für das Areal mit Altenheim und Friedhof. Gleichwohl, mahnte SPD-Fraktionschefin Christa Weidinger, müsse die Gemeinde diesem Hinweis in Zukunft noch mehr Beachtung schenken. Mit einem entsprechenden Ratsbeschluss am 15. Dezember dürften der Flächennutzungsplan und parallel dazu auch der detaillierte Bebauungsplan gleich wieder auf die vorgeschriebene Beurteilungsreise geschickt werden. In der ersten Jahreshälfte könnte mit der Verlegung von Kanälen und Leitungen begonnen werden. Dann geht's ans Bauen.

Quelle: RP
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