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Unsere Woche
Die Sanierung ist alternativlos

Xanten. Beim Informationsabend zur Neugestaltung von Holz- und Fischmarkt in der Rheinberger Innenstadt war sehr schnell klar: Welcher Ausbauplan auch immer den Zuschlag bekommt, es werden nie alle mit dem Ergebnis zufrieden sein. Besonders die Einzelhändler scheuen eine neue Baustelle vor der Ladentür wie der Teufel das Weihwasser. Das ist gut nachvollziehbar, wenn man Argumente hört, wie sie etwa Buchhändler Klaus Neumann vorbringt. Es habe Jahre gedauert, bis sich die Geschäftswelt von den Umsatzeinbrüchen durch die große, 2012 abgeschlossene Sanierung erholt habe. Ganz unabhängig davon haben die Kaufleute hart genug ums Überleben zu kämpfen.

Aber was ist die Alternative? Keine Neugestaltung? Das rote Pflaster in der Straße lassen, bis es komplett zerbröselt ist? Das wird nicht machbar sein. Die Kaufleute werden die Zähne zusammenbeißen und sich damit abfinden müssen, dass die Bagger anrollen. Letztendlich werden auch sie davon profitieren.

Im Gegenzug muss die Stadt alles dafür tun, die Belastungen für Schiffer-Neumann, Meulmann, Scheffel, Hotel & Co so gering wie möglich zu halten. Leider gab es bereits vor Monaten die erste Panne, als die anstehende Sanierung öffentlich im Ausschuss diskutiert wurde und die Geschäftsleute sich übergangen fühlten. Ein Gespräch im Vorfeld hätte gereicht und viel Dampf wäre im Kessel geblieben. Bürgermeister Frank Tatzel war schließlich 17 Jahre lang Vorsitzender der Werbegemeinschaft, da sollte so viel Entgegenkommen Ehrensache sein.

Überhaupt schadet es nie zu informieren und zu kommunizieren. Im Stadthaus wird für die Bürger gearbeitet, deshalb sollen und wollen die Bürger auch wissen, was Sache ist. Etwa, wenn im Stadtpark Warnschilder aufgestellt werden, weil dort gewissenlose, kriminelle Tierquäler Giftköder ausgelegt haben. Kann man ruhig mal bekannt geben.

In der Reichelsiedlung gibt es jetzt mit dem Quartiersbüro West an der Buchenstraße 6 eine Anlaufstelle für die Bewohner des Stadtteils. Was immer auch anliegt - dort kann es angesprochen werden. Wir wünschen viel Erfolg bei der Arbeit und ein angenehmes Wochenende! Unser Tipp: Besuchen Sie heute mal die Nabu-Aktionen auf der Streuobstwiese in Orsoy!

UWE.PLIEN@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
 
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