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Xanten
Die Stiftsgymnasiasten weisen Wege quer durch Europa

Xanten. Seit über acht Jahren kommen aus verschiedenen Ländern Europas jedes Jahr Schülerinnen und Schüler nach Xanten, um am Stiftsgymnasium gemeinsam mit ihren deutschen Klassenkameraden in einer 10. Klasse zu lernen. Fast alle Fächer werden in englischer Sprache unterrichtet, so dass alle davon profitieren. Diese "Europaklasse" stellt deutschlandweit eine fast einmalige Einrichtung dar - für Gastgeber und Gäste stets mit unvergesslichen Erfahrungen verbunden. In englischer Sprache oder ihrer Heimatsprache erläuterten die aktuellen Schüler aus Bulgarien, Lettland, Montenegro, Italien und vielen anderen Ländern jetzt ihre interessanten Erfahrungen aus Schule und Familie.

Präsentiert wurden an diesem Abend außerdem die Europafahrten der Klassenstufe 8 sowie die vierwöchigen Fahrten nach Kenia zu Macadamia-Bauern. Zwei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 des letzten Kenia-Teams - Lia Bernhauser und Fabienne Azmani - erzählten von ihren Eindrücken und ihren Ideen, die sie im Anschluss an ihre Kenia-Fahrt entwickelten: Sie stellten ihr Projekt "Eine Welt in Xanten" vor. Auf einem Markt der Möglichkeiten auf dem Gelände des Stiftsgymnasiums möchten sie am 16. September verschiedene Institutionen einladen, gemeinsam ihre Aktivitäten für "Eine Welt" zu zeigen.

Als Höhepunkt des Abends hatte das Erasmus-Team der Schule die Gelegenheit, die Ergebnisse ihres letzten Treffens vorzustellen. Ihr Leitthema "Strong Kids for a peaceful Europe - No to Bullying and Racism" begleitete sie über zwei Jahre. Schüler des Stiftsgymnasiums (Klasse 9) sowie ihre Austauschpartner aus Eindhoven (Niederlande) und Bavay (Nordfrankreich) trafen sich bisher seit 2015 viermal für jeweils eine Woche, um mit Artmails (künstlerisch gestalteten Postkarten), Plakaten, Fotoromanen und Filmen gegen Mobbing und Cyberbullying zu wirken. Während der vierten und letzten Begegnung (8. Mai bis 12. Mai) beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema Rassismus und was man dagegen unternehmen kann: "Be all together - against racism".

Als bleibende Erinnerung an ihr Projekt entwickelten sie gemeinsam mit dem niederländischen Graffitikünstler und Breakdancer Dirk ("Dikkie") Knap aus Groningen ein großes Wandbild für die Pausenhalle der Schule. Farbige Symbole zum Thema "all-together - be against racism" auf 36 quadratischen Tafeln entstanden in Airbrushtechnik.

Ein mitreißender Breakdance der gesamten Gruppe zeigte, wie gut sich die Teampartner während der vergangenen beiden Jahre kennengelernt haben. Zum Abschluss des informativen und lebendigen Abends sang der Mittelstufen- und Oberstufenchor des Stiftsgymnasiums. Durch das dreisprachige Mitsingen des Liedes "Freude schöner Götterfunken" in Französisch, Niederländisch und Deutsch konnten die Gäste "den europäischen Gedanken von Frieden und Freiheit", so Bürgermeister Thomas Görtz zuvor, miterleben.

Quelle: RP
 
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