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Xanten
Die Website fürs Museum ist am Start

Xanten. Das Royal-Air-Force-Museum in Weeze hat dank Jugendlicher aus Kleve bald eine neue Homepage. In Zusammenarbeit mit dem IT-Unternehmen Traperto haben sie ein Design für die Seite gebastelt. Im Februar soll sie fertig sein. Von Marcel Romahn

Ein übersichtliches Menü, einfache Navigation, eine schlichte Optik und vorne auf der Startseite das neu designte Logo - die Homepage für das Royal-Air-Force-Museum in Weeze nimmt Gestalt an. "Einfach klasse", sagt Museumsleiter Heinz Willi Knechten bei der Präsentation im Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Sein Museum war eine von drei gemeinnützigen Organisationen, die im August in der finalen Runde eines RP-Leseraufrufs eine neue Homepage gewinnen konnten. Unterstützt vom IT-Unternehmen Traperto arbeiten die Gymnasiasten derzeit an der Gestaltung der Seite. Spätestens im Februar soll sie online gehen.

Neun Oberstufenschüler der Informatik-AG treffen sich seit eineinhalb Monaten wöchentlich mit Traperto-Mitarbeiter Thorsten Rintelen und feilen an den Entwürfen für die Website. "Die Zusammenarbeit mit solch engagierten Teilnehmern ist sehr angenehm", sagt Rintelen. "Diese junge Generation wächst mit dem Internet auf und weiß so auch schon sehr viel über Computer."

In der freiwilligen Projektarbeit lernen die Schüler ohne Notendruck, worauf es beim Programmieren einer gelungenen Seite ankommt. So soll der Auftritt des Museums dreisprachig sein - deutsch, englisch und französisch. Er soll die Geschichte des Museums veranschaulichen und jede Menge historische Fakten über die Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs bieten. Ein ausführliches Kontaktverzeichnis und ein Impressum dürfen natürlich auch nicht fehlen. Bei der Präsentation kann Heinz Willi Knechten unter drei verschiedenen Entwürfen wählen. "Alle Varianten sind wirklich sehr gelungen", sagt er. "Es fällt mir schwer, einen Entwurf auszusuchen." Deshalb entscheidet sich der Museumsleiter für eine Kombination aus allen Entwürfen. "Kein Problem", sagt Thorsten Rintelen. "Wir können immer noch Elemente tauschen oder neu einfügen."

Im Dezember hatte die Arbeitsgruppe ihre letzte 90-minütige Sitzung. Nun steht die Seite - sogar mit einer mobil-freundlichen Ansicht für Smartphones. Für die Nachwuchs-Informatiker ist das Projekt keine zusätzliche Arbeit, sondern eine gute Gelegenheit, ihr im Unterricht erlerntes Wissen praktisch umzusetzen. "Das kann uns später sicherlich mal beim Berufseinstieg hilfreich sein", glaubt die 15-jährige Jule. Zusammen mit ihrem Sitznachbarn Thomas hat sie den favorisierten Entwurf entwickelt. "Es ist aufregend, so eng mit einem Kunden zusammenzuarbeiten, der deine Arbeit anschließend für sich verwendet", sagt der 16-Jährige. Spaß an praxisbezogener Arbeit - das macht Informatik aus, glaubt Lehrer Georg Lettmann. "Es motiviert die Schüler sehr, wenn ihre Arbeit sofort auf dem Bildschirm sichtbar wird. Man kann ihre Leidenschaft dafür im Unterricht deutlich spüren." Auch er glaubt, dass das Projekt für den späteren Berufsweg hilfreich sein kann. "Die Teilnehmer bekommen auf jeden Fall eine Bescheinigung oder eine Erwähnung im Zeugnis für ihre Leistung. Das sieht in einer Bewerbung sicherlich gut aus." So sollen beide Seiten - der Kunde und die Entwickler - von dem Projekt profitieren.

Der Kunde ist schon mal rundum zufrieden: "Ich bin wirklich begeistert", sagt Museumsleiter Knechten. "Unsere alte Homepage war längst nicht mehr zeitgemäß. Aber ich bin mir sicher: Mit dieser modernen Gestaltung werden unsere Klickzahlen bestimmt explodieren."

Die Homepage des Royal-Air-Force-Museums ist zu sehen unter www.laarbruch-museum.net - heute noch in der aktuellen Variante, später dann im neuen Design.

Quelle: RP
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